Generic filters
Exact matches only
FS Logoi
„Mit Wasserstoff-Zertifizierung lassen sich die Erlöse verdreifachen“

„Mit Wasserstoff-Zertifizierung lassen sich die Erlöse verdreifachen“

Die Zertifizierung von grünem Wasserstoff ist für Produzenten essenziell – doch die Regulatorik ist komplex. Das Berliner Start-up FuelCert will Unternehmen den Weg durch den Zertifizierungsdschungel bahnen. Im H2Talk erklären die Gründer Katharina Sailer und Johan Grope, wie Zertifizierung funktioniert und warum sie besonders für KMU herausfordernd, aber lukrativ sein kann.

Neuer Entwurf: BMWE öffnet Wasserstoffbeschleunigungsgesetz für blauen und weißen H2

Neuer Entwurf: BMWE öffnet Wasserstoffbeschleunigungsgesetz für blauen und weißen H2

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat den Referentenentwurf für ein neues Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz vorgelegt. Ministerin Katherina Reiche (CDU) will damit den Wasserstoffhochlauf durch Digitalisierung und Beschleinigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren vorantreiben. Eine wichtige Neuerung gegenüber der Ampel-Regierung: Der Gesetzentwurf spricht von „klimaneutral produziertem Wasserstoff“ und impliziert damit eine Gleichbehandlung von grünem und blauem Wasserstoff. Zudem wird erstmals natürlicher oder „weißer“ Wasserstoff als bergfreier Bodenschatz eingestuft, um die Förderung zu erleichtern. Branchenverbände wie BDEW und DIHK bewerten die Pläne als wichtigen Schritt, sehen aber noch Lücken.

Linz: Stahlproduzent und Energieversorger erweitern 6-MW-Elektrolyseur

Linz: Stahlproduzent und Energieversorger erweitern 6-MW-Elektrolyseur

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine investiert mit Österreichs größtem Energieversorger Verbund 16,4 Millionen Euro in die Erweiterung des gemeinsamen H2FUTURE-Elektrolyseurs in Linz. Die seit 2019 laufende Pilotanlage erhält eine neue Verdichtungs- und Reinigungsanlage sowie fünf Speichertanks mit einer Gesamtkapazität von einer Tonne Wasserstoff. Das Forschungsprojekt soll bis 2029 neue Erkenntnisse für die Nutzung von Wasserstoff in der Industrie liefern.

H2 aus dem Ölfeld: US-Unternehmen produziert unterirdischen Bio-Wasserstoff

H2 aus dem Ölfeld: US-Unternehmen produziert unterirdischen Bio-Wasserstoff

Mikroben verwandeln Ölreste in Wasserstoff: Das US-Unternehmen Gold H2 hat erstmals Wasserstoff im Untergrund eines erschöpften Ölfelds produziert. Der Feldversuch in Kalifornien erreichte nach Unternehmensangaben eine Wasserstoffkonzentration von 40 Prozent im Gasstrom und soll den Weg für eine alternativ Art der H2-Produktion ebnen – der angestrebte Preis liegt bei weniger als 0,50 Dollar pro Kilogramm.

BAM eröffnet KI-gestützte Forschungstankstelle für Wasserstoff

BAM eröffnet KI-gestützte Forschungstankstelle für Wasserstoff

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat auf ihrem Testgelände für Technische Sicherheit bei Berlin eine digital überwachte Forschungstankstelle für Wasserstoff in Betrieb genommen. Mit der Anlage sollen sich Technologien zur Qualitätssicherung unter realen Betriebsbedingungen testen lassen. Sämtliche Abläufe werden online in Echtzeit überwacht, wobei Sensoren die Betriebsdaten für digitale Modelle und Zwillinge erfassen.

Sachsen-Anhalt verdreifacht Elektrolyseur-Förderung

Sachsen-Anhalt verdreifacht Elektrolyseur-Förderung

Das Energieministerium des Landes Sachsen-Anhalt hat die Förderkonditionen für grünen Wasserstoff verbessert: Unter anderem wurde die maximale Bezuschussung für Elektrolyseure von 650.000 auf zwei Millionen Euro pro Megawatt Leistung erhöht. Mit insgesamt 87 Millionen Euro sollen nun weitere Investitionen in die Wasserstoffwirtschaft des Mitteldeutschen Reviers angekurbelt werden – zusätzlich zu laufenden Großprojekten im Energiepark Bad Lauchstädt, der TotalEnergies-Raffinerie Leuna oder am Agro-Chemiepark Piesteritz. Unternehmen können Anträge noch bis zum 7. August 2025 bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt stellen.

„Unser Wasserstoff wird teurer, als er sein müsste“

„Unser Wasserstoff wird teurer, als er sein müsste“

Mit einem Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich treibt die EWE AG den Wasserstoffhochlauf voran. Herzstück der Projekt-Pipeline ist ein 320-MW-Elektrolyseur in Emden, mit dem das norddeutsche Energieunternehmen grüne Wertschöpfungsketten vor Ort aufbauen will. Trotz des kürzlichen Stopps eines 50-MW-Vorhabens in Bremen sieht CEO Stefan Dohler die Wasserstoffstrategie der EWE auf Kurs. Im Interview erklärt er, wie Nordwestdeutschland dank H2 ein neues, „sauberes“ Ruhrgebiet werden kann – und wie EU-Regulierung dabei zum Bremsklotz wird.

H2-Projektierer sichert sich Fläche für 180-MW-Wasserstoffwerk in Pasewalk

H2-Projektierer sichert sich Fläche für 180-MW-Wasserstoffwerk in Pasewalk

Enertrag hat den Kaufvertrag für ein 6,5 Hektar großes Grundstück in Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) unterzeichnet. Der Projektierer will hier eine Elektrolyseanlage mit 60 MW Kapazität in der ersten Ausbaustufe errichten. Langfristig ist eine Verdreifachung der Leistung auf 180 MW geplant. Die IPCEI-geförderte Anlage soll direkten Anschluss an das deutsche Wasserstoffkernnetz erhalten und ist Teil von Enertrags „Elektrolysekorridor Ostdeutschland“.

Für Elektrolyseure: GF Piping Systems präsentiert H2-taugliche Absperrklappe

Für Elektrolyseure: GF Piping Systems präsentiert H2-taugliche Absperrklappe

GF Piping Systems hat eine korrosionsfreie Absperrklappe für Elektrolyseure entwickelt. Die aus Kunststoff gefertigte Klappe ist in den Ausführungen „565 Lug-Style“ und „565 Wafer-Style“ erhältlich und soll Effizienz und Sicherheit der Anlagen erhöhen. Nach Angaben des Unternehmes handelt es sich um die erste industrielle Absperrklappe mit einer Umweltproduktdeklaration (EPD). Elektrolyseurhersteller Enapter nutzt sie bereits in seinem AEM Nexus.

„Wir brauchen jetzt Sicherheit für Investoren“

„Wir brauchen jetzt Sicherheit für Investoren“

Deutschland will bis 2030 zehn Gigawatt Elektrolyseleistung aufbauen, doch der Markt kommt nicht in Gang. Der ehemalige SPD-Wasserstoffbeauftragte Andreas Rimkus hat ein Konzept vorgelegt, das den Stillstand überwinden soll. Im Gespräch erklärt der „Wasserstoffbotschafter“, wie es funktioniert und warum Differenzverträge (CfD) das entscheidende Instrument sind.