Deutschland, Österreich und Luxemburg bündeln Milliarden für den eSAF-Hochlauf

Deutschland, Österreich und Luxemburg bündeln Milliarden für den eSAF-Hochlauf

Deutschland, Österreich und Luxemburg haben am 21. September ein gemeinsames Förderprogramm für strombasierten Flugkraftstoff (eSAF) vorgestellt. Das zweiseitige Auktionsverfahren bringt Produzenten und Abnehmer zusammen, öffentliche Mittel gleichen die verbleibende Preislücke aus. Deutschland stellt dafür bis zu zwei Milliarden Euro bereit, Österreich und Luxemburg jeweils bis zu 60 Millionen Euro. Die Europäische Kommission muss das Programm noch beihilferechtlich genehmigen.

Energiekonzern sichert sich langfristige eSAF-Lieferung aus Dänemark

Energiekonzern sichert sich langfristige eSAF-Lieferung aus Dänemark

Uniper und Arcadia eFuels haben eine langfristige Abnahmevereinbarung für nachhaltigen Flugkraftstoff unterzeichnet. Der Energiekonzern hat sich damit jährlich 40.000 Tonnen eSAF aus einer geplanten Anlage im dänischen Vordingborg gesichert. Bei der Unterzeichnung in Düsseldorf waren auch Vertreter aus Politik anwesend. Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er-Jahre beginnen.

Hersteller vereinen Kompetenzen für neue Generation Brennstoffzellen-Lkw

Hersteller vereinen Kompetenzen für neue Generation Brennstoffzellen-Lkw

Iveco und Toyota haben im Rahmen des EU-geförderten Projekts Empower eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung wasserstoffbetriebener Brennstoffzellen-Lkw vereinbart. Toyota liefert das Brennstoffzellensystem, Iveco verantwortet Fahrzeugentwicklung und Validierung. Die neue Generation soll eine Reichweite von mehr als 900 Kilometern erreichen bei einer Lebensdauer von über 25.000 Betriebsstunden. Die Validierung startet im vierten Quartal 2026, Fahrversuche im öffentlichen Straßenverkehr sind ab der ersten Jahreshälfte 2027 geplant.

Diagnosesystem erkennt Verschleiß in Elektrolyseuren und Brennstoffzellen in Echtzeit

Diagnosesystem erkennt Verschleiß in Elektrolyseuren und Brennstoffzellen in Echtzeit

Forschende des Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) haben ein Diagnosesystem für Elektrolyseure und Brennstoffzellen weiterentwickelt. Die dynamische Impedanzspektroskopie misst den Zustand der Systeme erstmals während des laufenden Betriebs bei Strömen bis zu 30 Ampere. Das Verfahren soll frühzeitig Verschleißerscheinungen wie Membranschäden oder Elektrodenkorrosion aufdecken und damit eine vorausschauende Wartung ermöglichen.

Österreich baut neues Forschungslabor für Flüssigwasserstoff auf

Österreich baut neues Forschungslabor für Flüssigwasserstoff auf

Das Hydrogen Center Austria (HyCentA) hat den Bau eines neuen Labors für Flüssigwasserstoff in Enns bekanntgegeben. Rund 6,6 Millionen Euro sind in die Infrastruktur geflossen, der überwiegende Teil davon stammt aus der Bundesförderung. Ab dem ersten Quartal 2027 sollen dort Materialien, Komponenten und Systeme für Industrie, Luftfahrt, Raumfahrt sowie den Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehr unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden.

OPAL: Wasserstoffinvestor übernimmt Anteil an Gasleitung für Kernnetz

OPAL: Wasserstoffinvestor übernimmt Anteil an Gasleitung für Kernnetz

Der Energiekonzern Uniper hat seine 20-prozentige Beteiligung an der Gaspipeline OPAL an den Infrastrukturinvestor Hy24 verkauft. Die Übertragung erfolgt über sämtliche Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG und erfüllt eine Auflage aus dem EU-beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren vom Dezember 2022. Die rund 470 Kilometer lange Pipeline zwischen Lubmin und Brandov ist zukünftig Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.

Wasserstoff ergänzt batterieelektrische Antriebe in Häfen

Wasserstoff ergänzt batterieelektrische Antriebe in Häfen

Seit September 2025 testen die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und Konecranes am Container Terminal Tollerort einen wasserstoffbetriebenen Straddle Carrier im laufenden Terminalbetrieb. Anlass für den Einsatz sind Reichweiten- und Netzgrenzen, an die batterieelektrische Umschlaggeräte in Teilen des Hafenbetriebs stoßen. Nun hat der Testlauf erste positive Ergebnisse geliefert.

Neue Tankstelle versorgt Wasserstoff-Lkw-Flotte im Hafen Rotterdam

Neue Tankstelle versorgt Wasserstoff-Lkw-Flotte im Hafen Rotterdam

Air Products hat im Hafen von Rotterdam eine Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen. Über sie werden wasserstoffbetriebene Lkw von Schenk Tanktransport versorgt, die Kunden mit Industriegasen beliefern. Die Lösung soll Unternehmen helfen, transportbedingte Emissionen bei der Auslieferung von Industriegasen zu senken. Zusätzlichen Schub erhält der Umstieg durch die niederländische Lkw-Maut Vrachtwagenheffing, die seit dem 1. Juli emissionsfreie Transporte begünstigt.

BNetzA startet Konsultation zu Szenariorahmen Strom und Wasserstoff

BNetzA startet Konsultation zu Szenariorahmen Strom und Wasserstoff

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Konsultation zu den Szenariorahmen Strom sowie Gas und Wasserstoff gestartet. Beide  Entwürfe bilden ab, wie sich Erzeugung, Verbrauch und die Netze bis 2045 entwickeln könnten, und bilden damit die Grundlage für den späteren Netzausbau. Erstmals laufen die beiden Konsultationen parallel. Bis zum 28. September 2026 können Verbände, Unternehmen, Behörden und Bürger noch ihre Stellungnahmen einreichen.