Baden-Württemberg startet zweite Förderrunde für Wasserstoff-Hubs

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat am 23. Februar 2026 die zweite Runde seines Förderprogramms für Elektrolyseure („ELY“) gestartet. Unternehmen können derzeit Anträge für Projekte zur Wasserstoffproduktion einreichen. Für die neue Förderrunde hat die Landesregierung erneut insgesamt 50 Millionen Euro bereitgestellt.

von | 10.03.26

Die baden-württembergische Ministerin Thekla Walker sieht den Beitrag zur Energiewende durch Wasserstoff-Hubs
© Umweltministerium/Regenscheit
Baden-Württemberg startet zweite Förderrunde für Wasserstoff-Hubs

Mit dem Programm „ELY“ will das Ministerium die lokale Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff mittels Wasserelektrolyse unterstützen. Im Dezember 2025 hatte die baden-württembergische Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Thekla Walker erste Zuwendungsverträge an acht Projekte aus der ersten Förderrunde übergeben (H2News berichtete).

Wasserstoff-Hubs im Mittelpunkt

Im Fokus der Ausschreibung stehe der Aufbau von lokalen Wasserstoff-Hubs. Dabei handelt es sich um lokale Ökosysteme, in denen Wasserstoffproduktion, -verteilung und -nutzung räumlich beieinander liegen. Unternehmen ohne Anschluss an ein Wasserstoffnetz oder einen bestehenden Hub könnten einen eigenen Elektrolyseur zur Selbstversorgung einsetzen.

Beitrag zur regionalen Energiewende

Nach Angaben von Walker soll die Förderung zum Wasserstoffhochlauf sowie zur Energiewende in Baden-Württemberg beitragen. Darüber hinaus würde sie sowohl auf die regionale Wertschöpfung als auch auf die Resilienz der Energieversorgung abzielen.

Mit Blick auf die Entwicklungen auf Bundesebene erklärt Walker: „Noch immer hat der Bund keine finale Kraftwerksstrategie vorgelegt. Stattdessen wird angekündigt, dass Kraftwerke bis mindestens 2040, überwiegend aber bis 2045, mit Erdgas laufen und erst dann auf Wasserstoff wechseln. So wird das nichts mit einem zügigen Hochlauf der Wasserstoff-Wirtschaft. Umso wichtiger ist es, dass wir in Baden-Württemberg unsere Hausaufgaben machen und uns darum kümmern, dass Wasserstoff hier vor Ort erzeugt wird.“

Projekteinreichung bis Mitte Mai 2026

Anträge für die zweite Förderrunde können nach Ministeriumsangaben bis zum 18. Mai 2026 elektronisch eingereicht werden. Die maximale Fördersumme betrage 10 Millionen Euro pro Vorhaben, bei kleinen und mittleren Unternehmen belaufe sie sich auf bis zu 8,25 Millionen Euro pro Projekt.

Die Förderquote liege bei bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionskosten. Für kleine Unternehmen könne sie um bis zu 20 Prozent, für mittlere Unternehmen um bis zu 10 Prozent erhöht werden.

Eine Online-Beratung für potenzielle Antragsteller bietet der Projektträger Karlsruhe (PTKA) am 20. März 2026 an.

 

(Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg/2026)

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