Nationaler Wasserstoffrat veröffentlicht „Input Masterplan“

Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) hat im Beitrag aus dem Februar 2026 Empfehlungen hinsichtlich des Wasserstoffhochlaufs vorgelegt. Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Wasserstoff für Mobilität, Industrie und technologischer Autonomie.

von | 04.03.26

Die Empfehlungen des NWR zielen unter anderem auf die Wasserstoffmobilität ab
© Adobe Stock / scharfsinn86
Nationaler Wasserstoffrat veröffentlicht Input Masterplan

Das Beratungsgremium NWR hat der Bundesregierung eine Stellungnahme zum geplanten „Masterplan Wasserstoff und E‑Fuels im Mobilitätssektor“ übermittelt. In seiner Sitzung am 26. Februar 2026 in Berlin legte der Ausschuss den „Input Masterplan“ vor.

H2 für Schwerlast- und Schienenverkehr

Nach Einschätzung des Gremiums spielt Wasserstoff insbesondere in Mobilitätssegmenten eine Rolle, die vor Herausforderungen in Bezug auf die Dekarbonisierung stünden. Dazu zählten der straßengebundene Schwerlastverkehr, die Luft- und Schifffahrt sowie Teile des Schienenverkehrs.

Für den Straßengüterverkehr sollen batterieelektrische und wasserstoffbasierte Antriebe als sich ergänzende Technologien verstanden werden. Sie bedienten unterschiedliche Einsatzprofile und erhöhten gemeinsam die Resilienz des Verkehrssystems.

Wasserstofftankstellennetz notwendig

Als Voraussetzung für den Markthochlauf nennt der NWR den Aufbau eines flächendeckenden und erweiterbaren Wasserstofftankstellennetzes. Dieses soll 350-bar- und 700-bar-Betankung sowie perspektivisch Flüssigwasserstoff umfassen. Im Rahmen des Aufbaus soll eine staatliche Unterstützung erfolgen.

Dr. Felix Matthes, kommissarischer Vorsitzender des Ausschusses, erklärt: „Wenn wir die Transformation des Verkehrs erfolgreich gestalten wollen, müssen wir jetzt entschlossen handeln. Wasserstoff ist vor allem im Lkw-Bereich kein Nischenthema, sondern neben der Elektromobilität ein wichtiger Baustein für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.“

NIP soll fortgeführt werden

Die Wasserstoffmobilität wirke sich auch positiv auf Wertschöpfung, Beschäftigung und technologische Führungspositionen in Deutschland aus. Denn ohne einen deutschen Markt sei der Verlust von Kompetenzen an internationale Wettbewerber möglich, so der NWR.

Darüber hinaus spricht sich das Gremium für eine Fortführung des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) über das Jahr 2026 hinaus aus. Die Fortsetzung soll Forschung, Industrialisierung und Skalierung ausbauen.

Reduzierung von Preisvolatilität

Um Investitionssicherheit am Markt zu schaffen, sollen Instrumente geprüft werden, die vorübergehend Kostenunterschiede zwischen emissionsfreien und konventionellen Antrieben ausgleichen.

Damit zudem die Preisvolatilität reduziert und eine Skalierung ermöglicht werden können, sei eine hybride Kombination notwendig. Diese setze sich aus lokaler Produktion, regionaler Verteilung und Importen zusammen.

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