Hydrogen Rollout in Bavaria: Report Highlights Progress and Areas for Further Action

The Wasserstoff.Bayern (H2.B) Center has presented Bavarian Minister of State Hubert Aiwanger with the “Progress Report on the Hydrogen Rollout in Bavaria.” The report shows that the rollout is underway but is progressing more slowly than originally expected. Against this backdrop, the authors identify four key areas of action and derive specific measures from them.

by | July 27, 2026

Die Übergabe des Berichtes auf der Vollversammlung Ende Juni.
© Giulia Iannicelli / H2.B
Wasserstoffhochlauf in Bayern: Bericht zeigt Fortschritte und weiteren Handlungsbedarf

Der Bericht wurde in einem mehrstufigen Stakeholderprozess gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden erarbeitet. Er knüpft an die Bayerische Wasserstoffstrategie 2.0 an, die das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie 2024 veröffentlicht hatte.

Die Übergabe an den Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretenden Ministerpräsident Aiwanger fand im Rahmen der Vollversammlung des Wasserstoffbündnis Bayern statt. Sie markiere laut H2.B den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Hohe Kosten und regulatorische Hürden bremsen den Hochlauf

Laut Fortschrittsbericht verfüge Bayern über die Voraussetzungen für eine führende Rolle im Wasserstoffbereich. Die Gründe dafür seien laut Autoren die industrielle Basis des Bundeslandes, die Forschungs- und Entwicklungslandschaft sowie verschiedene regionale Initiativen. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass sich der Wasserstoffhochlauf seit 2022 langsamer entwickelt als ursprünglich angenommen.

Als zentrale Ursachen für diese Entwicklung nennen die Autoren hohe Kosten, Unsicherheiten bei wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, regulatorische Hürden sowie verzögerte Infrastrukturentwicklungen und eine daraus resultierende bislang begrenzte Nachfrage.

Bayern investiert 255 Millionen Euro in Fördermaßnahmen

Zugleich seien die Voraussetzungen für die weitere Umsetzung des Wasserstoffhochlaufs geschaffen worden. So hat Bayern bislang Fördermaßnahmen in Höhe von 255 Millionen Euro für Wasserstofftankstellen, Elektrolyseure und künftig Wasserstoff-Nutzfahrzeuge aufgelegt. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat 24 Förderbescheide für Elektrolyseprojekte mit einer Gesamtleistung von 143 MW sowie 29 Förderbescheide für Wasserstofftankstellen bewilligt.

Zudem umfasst das genehmigte Wasserstoffkernnetz in Deutschland rund 1.050 Kilometer Leitungsinfrastruktur in Bayern; erste Abschnitte sollen in den kommenden zwei Jahren in Betrieb gehen. Darüber hinaus seien Fortschritte beim Aufbau von Verteilnetzen, regionalen Wasserstoff-Ökosystemen, Speicherprojekten sowie Pilot- und Demonstrationsvorhaben in den Bereichen Industrie, Mobilität und Wärme erzielt worden.

Bericht zeigt vier zentrale Handlungsfelder auf

Dr. Fabian Pfaffenberger, Geschäftsführer des H2.B erklärte, für den Wasserstoffhochlauf brauche es nun verlässliche Rahmenbedingungen, leistungsfähige Infrastruktur und eine stärkere Vernetzung von Erzeugung, Speicherung, Transport und Nachfrage.

Auf Grundlage des mehrstufigen Konsultationsprozesses benennt der Bericht aus Sicht der beteiligten bayerischen Stakeholder vier zentrale Handlungsfelder für den weiteren Hochlauf:

  1. Ganzheitliche und technologieoffene Betrachtung der Energiewende
  2. Ausbau der Transport-, Verteil-, Import und Speicherinfrastruktur
  3. Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Investitionssicherheit
  4. Stärkung der Resilienz durch Diversifizierung und regionale Wertschöpfung

Maßnahmen für den weiteren Wasserstoffhochlauf

Auf Basis dieser Handlungsbedarfe identifizieren die Autoren verschiedene Maßnahmen, die auf EU-, Bundes-, Landes- oder Unternehmensebene umgesetzt werden sollen.

Dazu zählen die Sensibilisierung relevanter Marktakteure, langfristig verlässliche Quoten für den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff zur Stimulierung des Marktes sowie die Einhaltung des Zeitplans für das Wasserstoff-Kernnetz, um Investitionssicherheit zu schaffen. Darüber hinaus sprechen sich die Autoren für eine Vereinfachung regulatorischer Vorgaben, die Nutzung von Technologie-Transfer-Zentren für Forschung und Entwicklung, die Förderung von Wasserstoff-Start-ups sowie Bedarfsanalysen zur Erschließung neuer Wasserstoffspeicher und zur Umrüstung bestehender Erdgasspeicher aus.

Zum gesamten Fortschrittsbericht
(Quelle: Zentrum Wasserstoff.Bayern/2026)

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