eFuel Alliance kritisiert RED: Regulatorische Hürden bremsen eFuel-Hochlauf

Viele Hersteller strombasierter Kraftstoffe (eFuels) kritisieren die strengen Strombezugskriterien der RED II zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Die eFuel Alliance hat eine Studie vorgelegt, die die Auswirkungen der strengen Kriterien auf die Marktentwicklung aufgezeigt. Außerdem fordert der europäische Verband eine Überarbeitung der Gesetzgebungen, insbesondere der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie. 

von | 07.11.24

© colnihko - stock.adobe.com
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Wasserstoff und erneuerbare Kraftstoffe (eFuels) haben großes Potenzial zur Dekarbonisierung des Verkehrs. Doch sie haben derzeit mit unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen. Darunter eine zu geringe Nachfrage durch zu wenig regulatorische Anreize, zu viele Einschränkungen und restriktive Regulierungen auf Produktionsseite sowie kaum klimapolitische Berücksichtigung im Straßenverkehr aufgrund des Verbots des Verbrennungsmotors. Dies zeigt die neue Studie der eFuel Alliance.

Die Projektentwickler und Investoren zeigen sich derzeit zurückhaltend, was der europäische Verband auf die regulatorischen Rahmenbedingungen in der EU zurückführt. Deswegen fordert sie eine Überarbeitung der rechtlichen Rahmenbedingungen. In Abstimmung mit ihren 180 Mitgliedern sprechen diese sich für eine pragmatische Überarbeitung der relevanten Gesetzgebungen, insbesondere der Erneuerbaren-Energien-Richtlinien (RED), aus.

Insbesondere die RED sieht zu geringe Quoten für den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe vor und stellt zu restriktive Anforderungen an die Nutzung erneuerbaren Stroms oder industrieller CO₂-Quellen.

Handlungsempfehlungen

Infolgedessen wird die Einführung von eFuels begrenzt, verzögert und kostspieliger sein. Um den Markthochlauf erneuerbarer Kraftstoffe in Europa voranzubringen, leitet die eFuel Alliance vier zentrale Handlungsempfehlungen ab:

  1. Erhöhung der Quoten für erneuerbare Kraftstoffe in der RED
  2. Überarbeitung der europäischen Energiesteuerrichtlinie mit einer niedrigeren Besteuerung erneuerbarer Kraftstoffe
  3. Überarbeitung der Delegierten Rechtsakte 27 und 28 der RED II für erneuerbaren Strombezug und die Nutzung von CO2-Quellen
  4. Öffnung aller Zielmärkte für erneuerbare Kraftstoffe, insbesondere die Berücksichtigung im Straßenverkehr

Durch die unzureichenden regulatorischen Anreize und zu restriktiven Vorgaben sieht die eFuel Alliance die europäische Technologieführerschaft bei Power-to-X-Technologien gefährdet. Um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen gegen außereuropäische Akteure zu sichern, fordert der Verband pragmatische Rahmenbedingungen für den Markthochlauf erneuerbarer Kraftstoffe.

Zur gesamten Studie

(Quelle: eFuel Alliance/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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