6,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen

Fast 500.000 Kilometer Länge misst das deutsche Gasnetz – und wo aktuell noch Erdgas fließt, könnte künftig zunehmend Wasserstoff transportiert werden. Schon heute ist es technisch möglich, dem Gasnetz flächendeckend 10 Prozent Wasserstoff (bezogen auf das Volumen) beizumischen. Würde dies umgesetzt, könnten so jährlich 6,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Dies entspricht dem jährlichen CO2-Austoß […]

von | 05.02.21

© Jo Panuwat D - stock.adobe.com
© Jo Panuwat D - stock.adobe.com

Fast 500.000 Kilometer Länge misst das deutsche Gasnetz – und wo aktuell noch Erdgas fließt, könnte künftig zunehmend Wasserstoff transportiert werden. Schon heute ist es technisch möglich, dem Gasnetz flächendeckend 10 Prozent Wasserstoff (bezogen auf das Volumen) beizumischen. Würde dies umgesetzt, könnten so jährlich 6,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Dies entspricht dem jährlichen CO2-Austoß von rund drei Millionen Autos mit Verbrennungsmotor. In Pilotprojekten werden schon Anteile von bis zu 30 Prozent Beimischung erreicht.

„Die Zahl zeigt, wie Wasserstoff schon heute zur Reduktion der Treibhausgasemissionen beitragen könnte. Es wäre fahrlässig, diese Potenziale nicht zu nutzen“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Wasserstoff ist ein echtes Energietalent. Und der große Vorteil dieses Energieträgers ist: Die notwendige Infrastruktur ist bereits vorhanden. Der Ausbau und die Nutzung der werthaltigen, bestehenden Gasnetzinfrastruktur sind Basis für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft über Sektoren und Ländergrenzen hinweg. Insbesondere den Verteilernetzen kommt hier eine hohe Bedeutung zu.“

Daher gelte es nun, die Gasinfrastrukturen für steigende Anteile klimaneutraler Gase zu ertüchtigen und den Regulierungsrahmen zeitnah anzupassen, um die weitere Nutzung der werthaltigen Gasinfrastruktur zu ermöglichen. „Die Unternehmen stehen bereit. Als Grundlage für die immensen Investitionen brauchen sie jedoch ein klares politisches Bekenntnis zum Einsatz von Wasserstoff auf allen Netzebenen und in breiter Anwendung – auch im Wärmemarkt. Denn nur ein möglichst breiter und technologieoffener Ansatz garantiert einen umfassenden Markthochlauf und stetig wachsende Beiträge zum Erreichen der Klimaschutzziele.“

 

 

(Quelle: bdew)

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