IPCEI: Förderung von Wasserstofftechnologien auf EU-Ebene

Mitte Dezember 2020 startete mit der Auftaktveranstaltung „IPCEI now and tomorrow – The future of European cooperation in key technologies – celebrating the launch of IPCEI Hydrogen“ im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft das IPCEI Wasserstoff. Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichneten 22 EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen das Manifesto zur Entwicklung einer europäischen Wertschöpfungskette Wasserstofftechnologien und -systeme. In diesem wird […]

von | 25.02.21

Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

Mitte Dezember 2020 startete mit der Auftaktveranstaltung „IPCEI now and tomorrow – The future of European cooperation in key technologies – celebrating the launch of IPCEI Hydrogen“ im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft das IPCEI Wasserstoff. Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichneten 22 EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen das Manifesto zur Entwicklung einer europäischen Wertschöpfungskette Wasserstofftechnologien und -systeme. In diesem wird bekräftigt, dass die Staaten gemeinsame Wasserstoffprojekte in ganz Europa zeitnah fördern wollen.

Margrethe Vestager, Exekutiv-Kommissionsvizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte: „Die Entwicklung sauberer Wasserstofftechnologien und der notwendigen Infrastruktur werden uns einen Schritt näher an das Ziel bringen, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Kein Mitgliedstaat und kein Unternehmen kann dies allein schaffen – es wird erhebliche öffentliche und private Investitionen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit erfordern. Ich begrüße, dass 23 europäische Länder gemeinsam an einem ehrgeizigen IPCEI arbeiten wollen. Die Mitgliedstaaten sitzen am Steuer und können sich darauf verlassen, dass die Kommission alles in ihrer Macht Stehende tun wird, um die Projekte zu unterstützen und schnellstmöglich nach ihrer Anmeldung zu bewerten.“

Der Markthochlauf der Wasserstofftechnologien soll im Rahmen der Fördermöglichkeiten der „Important Projects of Common European Interest (IPCEI)“ für Wasserstofftechnologien und -systeme unterstützt werden. IPCEIs leisten als gemeinsame Investitionsanstrengung kooperierender europäischer Unternehmen, flankiert auch durch staatliche Förderung, einen wichtigen Impuls im europäischen Binnenmarkt und stärken so Wachstum, Beschäftigung, Innovationsfähigkeit und globale Wettbewerbsfähigkeit in ganz Europa. Mit diesem Instrument sollen integrierte Projekte entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette gefördert werden. Dies betrifft Investitionen in Erzeugung von grünem Wasserstoff, in Wasserstoffinfrastruktur und die Nutzung von Wasserstoff in der Industrie und für Mobilität.

Vom 14. Januar 2021 bis 19. Februar 2021 konnten Unternehmen in einem Interessenbekundungsverfahren Projektskizzen für Investitionsvorhaben in den genannten Bereichen einreichen.

 

(Quelle: BMWi)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Neues Wasserstoff-Verteilsystem „HyCarrier“ präsentiert
Neues Wasserstoff-Verteilsystem „HyCarrier“ präsentiert

Die Hexagon Purus Weeze GmbH hat mit „HyCarrier“ Anfang Oktober ein neues Verteilsystem für den Transport von komprimiertem Wasserstoff auf Straßen, Schienen und Binnenwasserstraßen vorgestellt. Der modulare Container fasst bis zu 1.304 Kilogramm Wasserstoff und ist in Größen von 10 bis 45 Fuß erhältlich. Nach Unternehmensangaben ist es der bisher größte Multiple Element Gas Container (MEGC) des Unternehmens.

mehr lesen
Siemens digitalisiert 100-MW-Wasserstoffanlage in Portugal
Siemens digitalisiert 100-MW-Wasserstoffanlage in Portugal

Der Technologiekonzern Siemens AG digitalisiert die geplante 100-MW-Anlage „GalpH2Park“ des Energieunternehmens Galp Energia SGPS S.A. im portugiesischen Sines. Mithilfe eines digitalen Prozesszwillings soll die Hydrogen Performance Suite (HPS) die Produktionsplanung und den Energieeinkauf optimieren. Laut Siemens sind dadurch Energieeinsparungen von bis zu 15 Prozent möglich. Nach eigenen Angaben wird die Anlage eine der größten Anlagen für erneuerbaren Wasserstoff in Europa sein.

mehr lesen
Tesa bezieht Wasserstoff von EWE aus Emden
Tesa bezieht Wasserstoff von EWE aus Emden

Der Energieversorger EWE AG und der Klebeband-Hersteller Tesa SE haben Anfang Oktober einen Liefervertrag über jährlich 500 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff unterzeichnet. Ab 2028 soll der H2 aus Emden das Tesa Werk Hamburg versorgen und die CO2-Emissionen dort um rund 6.000 Tonnen pro Jahr senken. Eingesetzt werden soll der Wasserstoff im Werk für die Dampferzeugung.

mehr lesen

H2 Talk

„Die technische Machbarkeit ist nachgewiesen, die größte Herausforderung liegt im Markthochlauf“
„Wir wollen e-Fuels vom teuren Nischenprodukt zu einer wettbewerbsfähigen Lösung entwickeln“
„Der Mittelstand ist das Kraftwerk unserer Wirtschaft"

Publikationen