Neue Technologiekombination: HH2E bestellt stationäre Batterien bei BASF

Der deutsche Wasserstoffproduzent HH2E meldet den Kauf von Hochkapazitäts-Natriumschwefel-Batterien (NAS) mit einer Kapazität von 93 MWh bei der BASF Stationary Energy Storage GmbH. Zusätzlich habe das Unternehmen Produktionskapazitäten für weitere 140 MWh reserviert. Die stationären Batterien will HH2E mit seinen Elektrolyseuren verbinden und so Schwankungen ausgleichen, die bei der Nutzung erneuerbarer Energien auftreten.

von | 21.09.23

BASF liefert die NAS®-Batteriesysteme in Containern verbaut aus. Die Leistung belaufe sich auf 250 kW, die Speicherkapazität auf 1,45 MWh
HH2E AG
HH2E AG

21. September 2023 | Der deutsche Wasserstoffproduzent HH2E meldet den Kauf von Hochkapazitäts-Natriumschwefel-Batterien (NAS) mit einer Kapazität von 93 MWh bei der BASF Stationary Energy Storage GmbH. Zusätzlich habe das Unternehmen Produktionskapazitäten für weitere 140 MWh reserviert. Die stationären Batterien will HH2E mit seinen Elektrolyseuren verbinden und so Schwankungen ausgleichen, die bei der Nutzung erneuerbarer Energien auftreten.

Den Vertrag bezeichnet HH2E als „bedeutenden Schritt für die Unternehmensstrategie“. Durch die Kombination von Elektrolyseuren und Batterien wollen die Hamburger die unstete Natur von Solar- und Windstromerzeugung effektiv nutzen.

Die Idee: Die Integration von Hochkapazitätsbatterien mit Elektrolyseuren soll grantieren, dass überschüssige Energie aus Zeiten intensiver Sonneneinstrahlung oder starken Windes für die Produktion von grünem Wasserstoff oder Wärme genutzt werden kann.

Typischer Aufbau eines NAS®-Batteriesystems (Quelle: BASF)

Typischer Aufbau eines NAS®-Batteriesystems (Quelle: BASF)

Ina Hahndorf von HH2E erläutert das Konzept im Kontext der in Deutschland geplanten Projekte:

„Jedes Projekt ist so konzipiert, dass es eine anfängliche Eingangsleistung von 100 MW hat, erweiterbar auf 1 GW. Unser Ziel ist es, bis 2030 eine kumulative installierte Kapazität von 4 GW zu erreichen und uns als einen der führenden Produzenten von grünem Wasserstoff in Deutschland zu positionieren.”

Stationäre Batterien gegen Energieschwankungen

Durch die Technologiekombination lasse sich die Nutzung der regenerativ erzeugten Elektronen maximieren. Gleichzeitig minimiere sie die bei erneuerbaren Energiequellen häufig notwendige Drosselung der Stromproduktion, die hohe Kosten verursacht.

Frank Prechtl, Managing Director von BASF, freute sich über den Kauf der Natrium-Schwefel-Batterien. Es handle sich um deren erste Nutzung zur Wasserstoffproduktion in Europa; in Asien gebe es bereits erste Installationen. Er sehe den Vertragsabschluss als „Beginn des CO2-freien Wasserstoffzeitalters in Deutschland“:

„NAS® Batterien sind Hochenergie-, Langzeit-Stationärbatterien, die perfekt geeignet sind, um Schwankungen erneuerbarer Energien auszugleichen. Dank der hohen Sicherheitsstandards sind sie die optimale Wahl für die gemeinsame Standortwahl mit Wasserstoffproduktion“

Die passenden Elektrolyseure bezieht HH2E aus Norwegen: Im März hatte das Unternehmen die Bestellung von Anlagen mit 120 MW Gesamtkapazität bei Nel. gemeldet.

(Quelle: HH2E/2023)

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