Erstes wasserstoffbetriebenes Luftheizsystem in Offenbach in Betrieb

Im Februar 2026 hat die Hyting GmbH ein 10-kW-Luftheizsystem in Betrieb genommen, das mit Wasserstoff betrieben wird. Der Kunde des Projekts ist die Flusys GmbH. Die Anlage basiere auf einem katalytischen Verfahren und sei mit einer Wärmepumpe zu einem hybriden Heizsystem kombiniert.

von | 24.02.26

Das hybride Heizsystem der Hyting GmbH wurde für die Flusys GmbH installiert
© Hyting GmbH
Erstes wasserstoffbetriebenes Luftheizsystem in Offenbach in Betrieb

Das Technologieunternehmen Hyting hat Anfang Februar 2026 eine Anlage für den Industrieanlagenanbieter Flusys in Betrieb genommen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um das weltweit erste katalytische, wasserstoffbetriebene Luftheizsystem im Einsatz. Die Anlage befindet sich in der Produktionsstätte von Flusys in Offenbach.

Das 10-kW-Heizsystem beheize einen rund 1.000 Kubikmeter großen Produktionsbereich mithilfe von Wasserstoff. Der Wasserstoff werde von einem nahe gelegenen Lieferanten bezogen.

Hybrides Heizsystem mit Wärmepumpe

Die Technologie sei mit einer Wärmepumpe zu einem hybriden Heizsystem kombiniert. Während die Wärmepumpe die Grundlast abdecke, übernehme die Anlage die Spitzenlast bei erhöhter Wärmenachfrage oder niedrigen Außentemperaturen.

Nach Angaben des Unternehmens lässt sich die Anlage auch mit weiteren Wärmequellen kombinieren, etwa mit industrieller Abwärme. Das modulare Design ermögliche zudem die Kombination mehrerer Einheiten zur Erhöhung der Nennleistung.

Katalytisches Verfahren als Grundlage

Die Technologie basiere auf einem flammenlosen, katalytischen Verfahren. Dabei reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft und setzt Wärme frei. Bei dieser Reaktion entstehen keine CO₂-, NOx- oder Feinstaubemissionen. Das einzige Nebenprodukt ist Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit.

Dauerlauftest und Zertifizierung

Hyting gibt an, dass ein 2.500-Stunden-Dauerlauftest der Technologie durch einen technischen Dienstleister abgeschlossen wurde. Bei dem Test, der zehn Jahre Realbetrieb simuliert habe, seien keine Ausfälle oder messbarer Verschleiß an Komponenten aufgetreten (H2News berichtete). Zudem verfüge die Anlage über eine Zertifizierung gemäß Gasgeräteverordnung und sei damit für den Feldtestbetrieb zugelassen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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