Premiere in Le Mans: Bosch und Ligier entwickeln Wasserstoff-Rennwagen

Bosch Engineering und die französische Ligier Automotive entwickeln ein Hochleistungsfahrzeug mit Wasserstoffmotor. Der Demonstrator beruht auf dem Ligier JS2 R. Im Juni soll er beim 100. Jubiläum des 24h-Rennens von Le Mans präsentiert werden.

von | 23.05.23

Im Juni soll das Wasserstoff-Rennauto von Bosch und Ligier enthüllt werden
Bosch Engineering
Im Juni soll das Wasserstoff-Rennauto von Bosch und Ligier enthüllt werden

23. Mai 2023 | Bosch Engineering und die französische Ligier Automotive entwickeln ein Hochleistungsfahrzeug mit Wasserstoffmotor. Der Demonstrator beruht auf dem Ligier JS2 R. Im Juni soll er beim 100. Jubiläum des 24h-Rennens von Le Mans präsentiert werden.

Bosch Engineering und Ligier Automotive sind nach eigenen Angaben eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel ist der Bau eines Sportfahrzeugs mit Wasserstoffmotor, dessen Antriebsdynamik mit benzinbetriebenen Fahrzeugen konkurrieren kann. Der Ligier JS2 RH2 soll im Rahmen des 100. Jubiläums der 24 Stunden von Le Mans im Juni offiziell vorgestellt werden.

Mit dem Projekt wollen die Partner demonstrieren, welches Potenzial sie in puncto Motorsteuerung und Wasserstoffspeicherung heben können. Darüber hinaus zeige das Projekt ihre Kompetenz beim Transfer von Wasserstofftechnik in ein Fahrzeug. Ligier Automotive ist für die Fahrzeugarchitektur sowie die Fahrzeugintegration des H2-Systems und die Kühlung verantwortlich.

„Als Ingenieurdienstleister sind wir technologieoffen und sehen es als unsere Aufgabe an, die verschiedenen technischen Optionen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Mobilität parallel zu verfolgen und für alle Anforderungen unserer weltweiten Kunden die jeweils beste Lösung zu entwickeln.

 

In diesem Zusammenhang bieten Wasserstoffantriebe gerade im Motorsport und bei Hochleistungs-Sportwagen ein großes Potenzial,“ sagt Dr. Johannes-Jörg Rüger, Geschäftsführer der Bosch Engineering GmbH.

„Hohes Potenzial“ für Wasserstoffantriebe im Motorsport

Im Unterschied zum Serienmodell des JS2 R werde das wasserstoffbetriebene Modell mit einem Carbon-Monocoque ausgestattet, in das drei Wasserstofftanks integriert sind. Als Antrieb komme ein umgebauter Serien-V6-Benzinmotor zum Einsatz. Die Technik will man in den kommenden Monaten weiter anpassen, damit das Fahrzeug noch in diesem Sommer auf Teststrecken fahren kann.

„Als Hersteller von Renn- und Spezialfahrzeugen müssen wir uns mit Innovationen den Herausforderungen von morgen stellen, um dem Motorsport und den Hochleistungsfahrzeugen einen neuen Entwicklungsweg zu bieten“, kommentiert Jacques Nicolet, Geschäftsführer von Ligier Automotive.

Der (benzinbetriebene) JS2 R von Ligier (Quelle: Ligier Automotive)

(Quelle: Bosch Engineering/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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