Der Wasserstoff entsteht in Nobians mit erneuerbarem Strom betriebener Chloralkali-Elektrolyseanlage im Rotterdamer Hafenteil Botlek. Die Anlage erhielt 2025 als erster europäischer Großproduzent von erneuerbarem Wasserstoff die ISCC-EU-Zertifizierung nach RFNBO-Kriterien. Die jährliche Produktionskapazität liegt bei mehr als 14.000 Tonnen Wasserstoff.
Air Products bringt den zertifizierten Wasserstoff über seine bestehende Infrastruktur in gasförmiger und flüssiger Form auf den Markt. Damit unterstützt das Unternehmen die RED III-Verpflichtungen in den Niederlanden. Zugleich stärkt die Vereinbarung Rotterdams Position als Wasserstoff-Hub.
Kunden von Air Products erhalten dadurch zusätzlichen Zugang zu RFNBO-zertifiziertem Wasserstoff für ihre Compliance- und Dekarbonisierungsvorhaben.
Markus Mingenbach, Senior Vice President Chlor-Alkali & Chloromethanes bei Nobian, ordnet die Vereinbarung als wichtigen Schritt für den Aufbau der europäischen Wasserstoffwirtschaft ein.
EU-Vorgaben verlangen wachsenden Anteil bis 2030
„Durch die Erweiterung des Zugangs zu RFNBO-zertifiziertem Wasserstoff aus einer etablierten Quelle helfen wir Kunden, die Anforderungen der RED III zu erfüllen und gleichzeitig ihre Dekarbonisierungsstrategien voranzutreiben. Diese zertifizierten Moleküle sind bereits heute verfügbar“, verwies Caroline Stancell, Vice President Marketing and Growth Europe and Africa bei Air Products, auf die praktische Verfügbarkeit der Molekülе.
RFNBO-zertifizierter Wasserstoff ermöglicht Kraftstofflieferanten und industriellen Nutzern, darunter Raffinerien, die EU-Dekarbonisierungsziele für 2030 zu erfüllen. Bis 2030 müssen mindestens 1 Prozent der im Verkehrssektor eingesetzten Kraftstoffe und 42 Prozent des in der Industrie genutzten Wasserstoffs in der EU aus RFNBO-zertifizierten Quellen stammen.
Einen entsprechenden Liefervertrag hat Air Products auch mit TotalEnergies geschlossen. Von 2030 bis 2045 soll der Industriegasanbieter jährlich 70.000 Tonnen Wasserstoff an den französischen Konzern liefern. TotalEnergies will damit seine europäischen Raffinerien dekarbonisieren.










