Die neue Wasserstofftankstelle befindet sich in der Nähe des Flughafens Hannover-Langenhagen sowie der Autobahnen A2 und A7. Damit liegt sie an einem der Verkehrsknotenpunkte Norddeutschlands sowie am europäischen TEN-T-Korridor Nordsee-Ostsee (Trans-European Transport Network). Sie kann dadurch sowohl regionalen Flotten als auch dem überregionalen Güterverkehr den Zugang zu öffentlicher Betankungsinfrastruktur bieten.
Die Wasserstofftankstelle ist Teil des Multi-Fuel Autohofs der Mundt-Unternehmensgruppe. Bernd Schrader, Betriebsleiter des Autohofs Hannover Airport, sagte dazu: „Unser Ziel ist es, unseren Kunden ein möglichst breites und zukunftsorientiertes Angebot bereitzustellen. Die Wasserstofftankstelle ergänzt unser Konzept eines technologieoffenen Mobilitätsstandorts und stärkt Hannover-Langenhagen als Anlaufpunkt für Logistik, Gewerbe und Fernverkehr.“
RFNBO-konformer Wasserstoff für verschiedene Fahrzeugtypen
Die Station ist mit zwei Zapfsäulen für die Versorgung von Lkw, Bussen sowie Pkw ausgelegt. Sie wird mit grünem Wasserstoff versorgt, der die EU-Kriterien für RFNBO-Kraftstoffe erfüllt. Das bedeutet, dass der für die Wasserelektrolyse notwendige Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammt. Eine Vollbetankung erfolgt je nach Fahrzeugtyp bei 350, 500 oder 700 Bar und dauert nach eigenen Angaben rund fünf bis zehn Minuten.
Die Station erfüllt zudem die Anforderungen der europäischen AFIR-Verordnung für den auf EU-Ebene vorgeschriebenen Aufbau von Betankungsinfrastruktur für alternative Kraftstoffe.
Förderung aus dem Nationalen Innovationsprogramm
Die Wasserstofftankstelle wird im Rahmen der Förderrichtlinie Maßnahmen der Marktaktivierung im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase 2 (NIP2) gefördert. Bis zu 5.831.000 Euro werden dabei durch das Bundesministerium für Verkehr bereitgestellt. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt.
Die Förderrichtlinie wird von der Now GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
Brennstoffzellen-Lkw wird im Realbetrieb getestet
Das Langenhagener Unternehmen Schreck + Batz Logistik GmbH sieht im Wasserstoffantrieb eine Möglichkeit, die Dekarbonisierung seiner Flotte voranzutreiben, ohne eigene Ladeinfrastruktur aufzubauen. Die Firma betreibt Transport- und Logistikdienstleistungen für verschiedene Branchen, etwa die Chemie- und Milchpulverwirtschaft in der Region Hannover.
Momentan testet sie im Realbetrieb den Brennstoffzellen-Lkw Hyundai XCIENT Fuel Cell. Dazu nahm sie zum Start des Probebetriebs der Tankstelle ein Test-Fahrzeug von H2 Mobility entgegen. Das Fahrzeug wird in Kooperation mit dem Nutzfahrzeugvermieter Hylane GmbH bereitgestellt. Die Praxistauglichkeit des Fahrzeugs wird in den kommenden Wochen auf Routen, die das Unternehmen bisher mit Diesel-Lkw fährt, rund um Hannover getestet. Geplant ist der Einsatz in der Filialbelieferung einer Handelskette.












