Die Inbetriebnahme der 100-MW-Wasserstoffanlage im ägyptischen Industriegebiet Ain Sokhna läuft derzeit. Ein vollständiger Produktionsstart ist für die kommende Zeit geplant. Das teilte Premierminister Moustafa Madbouli bei einem Treffen mit ägyptischen Ministern und europäischen Vertretern am 12. Januar mit.

Das Treffen im Regierungssitz in der neuen Verwaltungshauptstadt (© Egypt’s State Information Service)
Die Anlage in der Wirtschaftszone des Suezkanals (SCZONE) realisiert ein Konsortium bestehend aus Orascom Construction und Fertiglobe unter der Führung des norwegischen Unternehmens Scatec. Das Projekt erhielt 2024 den ersten H2Global-Vertrag im Wert von 397 Millionen Euro. Zusätzlich wir die Wasserstoffanlage auch von dem Staatsfonds Ägyptens unterstützt.
Das deutsche Förderprogramm H2Global soll den Import von grünem Wasserstoff nach Europa unterstützen. Die Produktionsanlage in Ägypten soll dadurch neben mehreren anderen internationalen Märkten auch einen bedeutenden Beitrag zum Export von grünem Wasserstoff nach Europa leisten. Scatec-CEO Terje Pilskog bekräftigte die Verpflichtung zum Export von grünem Wasserstoff nach Europa.
Ägypten als Vorreiter für erneuerbarer Energien
Madbouli betonte die Unterstützung der ägyptischen Regierung für das Vorhaben. Er verwies auf Gespräche zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im nationalen Energiemix über 42 Prozent bis 2030 hinaus. Ägypten habe zahlreiche Investitionsanfragen in diesem Sektor erhalten.
Energieminister Mahmoud Esmat bestätigte die Unterstützung des Ministeriums seit Projektbeginn. Das Ministerium stellte Energiequellen und Flächen bereit. Die Unterstützung gelte auch für die weiteren Projektphasen.
Die EU-Botschafterin Angelina Eichhorst bezeichnete Kairo als Vorreiter im Markt für grünen Wasserstoff. Sie lobte die Zusammenarbeit zwischen Ägypten und Europa im Bereich erneuerbarer Energien.









