Im ersten Förderwettbewerb wählte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) bundesweit 38 Industrieprojekte aus. Die Vorhaben stammten unter anderem aus der Chemie- und Stahlindustrie sowie der Abfallverwertung. Auch Projekte zur direkten CO₂-Abscheidung aus der Luft erhielten Förderzusagen.
Drei Projekte mit Wasserstoffbezug
Drei der ausgewählten Projekte haben einen direkten Wasserstoffbezug. So will das Industrieunternehmen Jäckering Mühlen- und Nährmittelwerke GmbH die Eignung von Kleiepellets zur thermochemischen Gaserzeugung sowie zur nachfolgenden Abtrennung von Wasserstoff untersuchen.
Das Rohölverarbeitungs-Unternehmen TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland GmbH plant, die bestehende Partielle Oxidations-Anlage zur Methanol-Produktion auf die Nutzung von grünem Wasserstoff umzustellen.
Das Anlagenbauunternehmen Thyssenkrupp Nucera AG & Co. KGaA sieht die Weiterentwicklung einer teillastfähigen Hochtemperaturelektrolyse zur energieeffizienten Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff vor.
Fördermittel aus Bund und Ländern
Für die ausgewählten Projekte werden 476 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Etwa 106 Millionen Euro stammen aus den Bundesländern, die sich an der Finanzierung größerer Projekte beteiligen wollen.
Durch die Fördermittel sollen private Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro getätigt werden. Damit sollen neue Lösungen schneller in die Praxis integriert und die industrielle Transformation ausgebaut werden.
Zwei Fördermodule
Die BIK ist modular aufgebaut. Modul 1 fördert Investitionen sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse. Dazu zählen unter anderem Elektrifizierung und der Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff.
Modul 2 richtet sich an Projekte zur Nutzung, Speicherung oder direkten Entnahme von CO₂ aus der Atmosphäre (CCU/S). Darunter fallen zum Beispiel Carbon-Capture-Technologien und Direct Air Capture.
Einreichungsfrist bis Ende Februar 2026
Der zweite Förderaufruf gilt für beide Fördermodule (Modul 1, Teilmodule 1 & 3 sowie Modul 2). Projektskizzen können bis zum 28. Februar 2026 bei dem jeweiligen Projektträger eingereicht werden.







