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Bundesverkehrsministerium startet vierte Förderrunde für Brennstoffzellenbusse

Das Bundesverkehrsministerium (BMV) hat den vierten Förderaufruf für die Umstellung von Busflotten auf emissionsfreie Antriebe gestartet. Gefördert werden Batterie- und Brennstoffzellenbusse mit bis zu 80 Prozent der Mehrkosten. Minister Patrick Schnieder bezeichnet die Maßnahme als zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag und bedeutenden Schritt für den klimaneutralen öffentlichen Nahverkehr.

von | 25.07.25

Die rund 3.500 bewilligten Busse der ersten drei Förderrunden vermeiden zusammen potenziell 2,8 Millionen Tonnen CO₂
© DB Regio Bus Nord
Mit dem neuen Förderaufruf will das BMV Verkehrsunternehmen in Deutschland bei der Umstellung der Busflotten unterstützen. Das Ministerium fördert Batteriebusse einschließlich Oberleitungsbusse, Brennstoffzellenbusse mit Range-Extender sowie die Umrüstung konventioneller Busse auf alternative Antriebe. Die Förderquoten betragen bis zu 80 Prozent der Mehrkosten für die Fahrzeuge selbst.

Zusätzlich umfasst die Förderung auch den Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Die neue Förderrunde gilt auch für Lade-, Betankungs- und Wartungsinfrastruktur. Für diese Infrastrukturkomponenten beträgt die Förderquote bis zu 40 Prozent der Mehrkosten.

Verkehrsunternehmen und weitere Akteure der Busbranche können bis zum 31. August 2025 ihre Projektskizzen über das Portal online einreichen. Die Bewilligung der Projekte soll nach Inkrafttreten des Bundeshaushaltsgesetzes im Herbst 2025 erfolgen. Der Aufruf steht unter dem Vorbehalt der parlamentarischen Beschlussfassung der eingeplanten Mittel.

Wettbewerbliches Auswahlverfahren nach CO2-Kriterien

Die Vergabe der Fördermittel erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren, bei dem das BMV die eingereichten Projektskizzen auf Basis ihrer CO₂-Vermeidung, Einsatzkontexte, Elektrifizierungsquoten und ihres Förderbedarfs prüft. Das Ministerium bewertet somit vorrangig die Klimawirkung der geplanten Projekte.

Die aktuelle Förderrunde baut auf den Erfolgen der Vorgängerprogramme auf. Seit Einführung der Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr im Jahr 2021 wurde die Beschaffung von rund 3.500 Bussen bewilligt, davon sind über 1.000 Fahrzeuge im Einsatz.

Klimawirkung und Marktentwicklung

Über ihre Nutzungsdauer vermeiden die bereits bewilligten Busse zusammen potenziell 2,8 Millionen Tonnen CO₂. Diese Zahlen dokumentieren die Klimawirkung der bisherigen Fördermaßnahmen im ÖPNV-Sektor.

GP Joule, ein Energiewendeunternehmen aus Reußenköge, unterstützt Verkehrsunternehmen bei der Antragstellung. Das Unternehmen verfügt über Erfahrung bei der Entwicklung von Projektskizzen sowohl für batterieelektrische als auch für Brennstoffzellenbusse und die dazugehörige Infrastruktur.

Die Umsetzung der Förderrichtlinie erfolgt durch die NOW GmbH und den Projektträger Jülich (PtJ). Teile der Förderung werden durch den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan über europäische Mittel kofinanziert. Am 15. Juli 2025 findet ein Online-Seminar zur Förderung statt.

(Quelle: GP JOULE/ BMV/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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