Insgesamt fließen rund 22,32 Millionen Euro in das Vorhaben. Den größten Teil – 20,7 Millionen Euro – erhält Eins Energie für die Anbindung der Stadt an das künftige Wasserstoffkernnetz. Die Gesamtinvestitionskosten für dieses Projekt würden sich auf rund 29,6 Millionen Euro belaufen, die Fertigstellung ist dann für 2029 geplant.
Chemnitz wurde laut Eins Energie aufgrund seiner Strukturwandelherausforderungen in das JTF-Fördergebiet aufgenommen. Bis 2027 stehen der Stadt insgesamt 70 Millionen Euro aus dem Fonds zur Verfügung.
Neuerrichtung von Regelanlagen
Konkret soll Chemnitz an die östlich von Freiberg verlaufende OPAL-Leitung (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) angebunden werden, die Anfang der 2030er Jahre Teil des bundesweiten Wasserstoffkernnetzes werden soll. Dafür würden eine Übernahmeregelanlage am Kernnetz östlich von Freiberg sowie eine Regelanlage beim Oederaner Ortsteil Hartha neu errichtet werden.
Zudem entstehe eine neue Transportleitung inklusive Steuerungskabel zwischen Hartha und dem vorgelagerten Kernnetz; eine bestehende Transportleitung von Eins Energie werde außerdem von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt.
Elektrolyseur und H2-Verteilnetz geplant
Weitere 1,62 Millionen Euro aus dem JTF fließen in den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur am HIC in Chemnitz. Davon entfallen 1,2 Millionen Euro auf die Errichtung eines Elektrolyseurs mit einer Leistung von 240 Kilowatt, der künftig mit erneuerbaren Energien grünen Wasserstoff erzeugen soll. Ergänzend entstehe ein stationärer Wasserstoffspeicher mit einem Volumen von rund 115 Kubikmetern, was etwa 330 Kilogramm Wasserstoff entspricht. Die Infrastruktur könne, entsprechend dem Bedarf, perspektivisch auf bis zu 2 MW Elektrolyseleistung ausgebaut werden.
Die verbleibenden 420.000 Euro sind für die Umrüstung eines bestehenden Erdgasnetzes auf Wasserstoff vorgesehen. Das soll laut Eins Energie den Startpunkt für ein H2-Verteilnetz am Wasserstoffcampus Chemnitz markieren.
Wasserstoff soll vom HIC genutzt werden
Der durch den geplanten Elektrolyseur erzeugte Wasserstoff soll primär das HIC sowie weitere Einrichtungen auf dem Wasserstoffcampus versorgen. Hierfür werde ein vorhandener Erdgasnetzabschnitt neu organisiert und für den Betrieb mit Wasserstoff vorbereitet. Dazu gehörten die Anpassung einer Gasdruckregelanlage, die Neuverlegung eines Mitteldruckleitungsabschnitts sowie die Umrüstung einer 550 Meter langen bestehenden Leitung.










