Am 5. Mai startete das CCfD-Gebotsverfahren 2026. Die Gebotsfrist endete zum 9. September. Die 21 eingereichten Gebote stammen aus Sektoren wie Chemie, Glas und Keramik, Gips, Kalk, Metalle, Zellstoff und Papier sowie Zement.
Die Projekte setzen auf unterschiedliche Dekarbonisierungstechnologien: sowohl Elektrifizierung als auch Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS) sowie Wasserstoff sind in der Auktion vertreten. CCUS ist seit dem Inkrafttreten des Kohlendioxid-Speicherung-und-Transport-Gesetzes (KSpTG) im November 2025 erstmals förderfähig.
Bezuschlagung bis Ende des Jahres geplant
Im nächsten Schritt will das BMWE die eingereichten Gebote prüfen. Dann werden Zuschläge im Gebotspreisverfahren (pay-as-bid) vergeben, bis das Fördervolumen der Auktion aufgebraucht ist. Ziel dieses Verfahrens ist es, Vorhaben zu identifizieren, die möglichst effizient umgesetzt werden; die also mit möglichst geringem Einsatz staatlicher Mittel umfangreiche Treibhausgasemissionsminderungen erreichen können. Die Zuschläge für die ausgewählten Projekte sollen bis Ende des Jahres vergeben werden.
CO2-Differenzverträge schützen vor Preisschwankungen
CO2-Differenzverträge sollen Anreize für Unternehmen setzen, ihre Produktionsprozesse im Einklang mit europäischen und nationalen Klimazielen weiterzuentwickeln.
Das Instrument ist dabei konzeptionell an Hedging-Instrumente in der Finanzwirtschaft angelehnt: Durch CO2-Differenzverträge können Unternehmen, die in CO2-arme Produktionsverfahren investieren, gegen schwankende CO2– und Energiepreise abgesichert werden und Kostenunterschiede zu herkömmlichen Produktionsverfahren über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeglichen werden. Dabei sind sowohl Investitions- als auch Betriebskosten förderfähig.
Erste Runde fand im Jahr 2024 statt
In der ersten Runde, die im März 2024 mit einem Gesamtvolumen von 4 Milliarden Euro startete, lag der Fokus auf den zwei Sektoren Stahl- und Ammoniakproduktion. Von 17 Bewerbern erhielten im Oktober 2024 insgesamt 15 Unternehmen eine Förderzusage über zusammen 2,8 Milliarden Euro. Über die Vertragslaufzeit sollen die geförderten Projekte bis zu 17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente einsparen.
Das diesjährige Verfahren stellt die zweite CCfD-Gebotsrunde dar.








