Deutschland, Österreich und Luxemburg wollen den Markthochlauf von eSAF (Electricity-based Sustainable Aviation Fuel) in Europa beschleunigen. Insgesamt stellen die drei Länder bis zu 2,12 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Aufteilung der geförderten eSAF-Mengen richtet sich nach dem Anteil, den jedes Land zur Förderung beiträgt.
Österreichs Mobilitätsminister Peter Hanke betonte die Perspektive für Produzenten. Die gemeinsame Förderung schaffe langfristige Aussichten und transparente Preissignale. Sie soll außerdem dazu beitragen, dass die Luftfahrt damit ihre europäischen Vorgaben erfüllen und messbare CO₂-Einsparungen erzielen könne.
Luxemburgs Wirtschaftsminister Lex Delles sieht in dem Programm einen Beitrag zur industriellen Wertschöpfung in Europa und zu geringeren Importen fossiler Kraftstoffe.
Auktion überbrückt Lücke zwischen Angebot und Nachfrage
Die industrielle Produktion von eSAF erfordert hohe Investitionen. Produzenten brauchen langfristige Abnahmeverträge, um Investitionsentscheidungen abzusichern. Abnehmer schließen Verträge über Flugkraftstoff dagegen üblicherweise für deutlich kürzere Zeiträume ab. Diese Lücken bei Laufzeit und Kosten haben den Bau neuer Anlagen bisher erschwert.
Hier setzt das Auktionsmodell an. In einem Wettbewerbsverfahren ermitteln die Länder zum einen die Gebote der eSAF-Produzenten, zum anderen die Nachfrage der Abnehmer. Ein Intermediär überbrückt die Differenz zwischen Angebots- und Nachfragepreis mit staatlichen Mitteln. So lassen sich langfristige Produktionsperspektiven und wettbewerbsfähige Abnahmebedingungen verbinden.
Das Programm soll Investitionsentscheidungen für neue eSAF-Anlagen erleichtern. Zugleich soll ein Markt entstehen, in dem Abnehmer den Kraftstoff im Wettbewerb beziehen.
Marktkonsultation zeigt breites Interesse
Das Bundesverkehrsministerium hat die Marktkonsultation zum geplanten deutschen Förderinstrument abgeschlossen. Sie gehört zum beihilferechtlich vorgeschriebenen Verfahren. Industrie und Wissenschaft konnten darin Rückmeldungen zur Ausgestaltung des Instruments geben.
Die Ergebnisse bestätigen das Interesse am schnelleren eSAF-Hochlauf in Europa. Zugleich zeigen die Rückmeldungen, dass es geeignete Förderinstrumente braucht, um bestehende Investitionshemmnisse zu überwinden.








