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Essen erhält Millionen-Förderung für 52 Brennstoffzellenbusse

Das Bundesverkehrsministerium hat die Ruhrbahn GmbH mit rund 11,6 Millionen Euro gefördert. Die Zuwendung ist für die Beschaffung von 52 neuen Brennstoffzellenbussen gedacht. Die Fahrzeuge sollen bis 2027/2028 in Betrieb gehen und die Wasserstoffflotte des Essener Verkehrsunternehmens auf insgesamt 78 Busse anwachsen lassen. 

von | 20.03.26

Überreichung der Förderurkunde
© Ruhrbahn GmbH
Essen erhält Millionen-Förderung für 52 Brennstoffzellenbusse

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder überreichte die Förderurkunde für die Brennstoffzellenbusse am 24. Februar 2026 an Geschäftsführer Ahmet Avsar. Das Geld stammt aus dem Förderaufruf des Bundes zur Unterstützung alternativer Antriebe im Busverkehr. Grundlage für die Förderung ist eine Technologievergleichsanalyse, die den Brennstoffzellenantrieb für den Großteil der Ruhrbahn-Linien als wirtschaftlich geeignet einstuft.

Die neuen Fahrzeuge sollen schrittweise ältere Dieselbusse ersetzen und auf verschiedenen Linien in Essen und Mülheim an der Ruhr zum Einsatz kommen. Die Vorteile von wasserstoffbetriebenen Bussen gegenüber Batteriefahrzeugen – höhere Reichweite, kürzere Betankungszeiten und größere betriebliche Flexibilität – sind in einem dichten Liniennetz wie im Ruhrgebiet besonders relevant.

Bundesminister Schnieder begründete die Förderung genau mit dieser guten Eignung der Wasserstofftechnologie für den dicht vernetzten Ballungsraum.

Technologievergleich: Wasserstoff setzt sich durch

Die Investitionsentscheidung basiert auf einer aktualisierten Flottenanalyse im Rahmen des Projekts „H2 Zero Emission“. Darin verglichen die Verantwortlichen Batterie- und Wasserstoffantriebe systematisch anhand von Kriterien wie Reichweite, Einsatzflexibilität, Kapazität und Betriebskosten. Das Ergebnis: Der Brennstoffzellenantrieb erwies sich unter den spezifischen Betriebsbedingungen der Ruhrbahn auf einem Großteil der Linien als wirtschaftlich und organisatorisch geeigneter.

Die Analyse empfiehlt dennoch eine flexible Beschaffungsstrategie. Die Ruhrbahn soll in Zwischenschritten vorgehen, um auf künftige technologische und wirtschaftliche Entwicklungen reagieren zu können.

Flottenwachstum bis 2028

Die Ruhrbahn betreibt seit 2025 bereits 19 Wasserstofflinienbusse. Weitere sieben Fahrzeuge sollen noch bis Ende 2026 ausgeliefert werden. Mit den nun geförderten 52 Brennstoffzellenbussen soll die Wasserstoffflotte bis 2027/2028 auf 78 Busse wachsen. Die Gesamtflotte des Unternehmens umfasst derzeit 315 Solo- und Gelenkbusse.

Für die Ruhrbahn ist die Beschaffung Teil einer langfristigen Modernisierungsstrategie. Ziel ist der Aufbau einer emissionsfreien Busflotte als dauerhaftes Rückgrat des Nahverkehrs in der Metropolregion Ruhr.

Das Förderprogramm richtet sich an Verkehrsunternehmen bundesweit und soll die schrittweise Flottenmodernisierung im öffentlichen Nahverkehr unterstützen.

 

(Quelle: Ruhrbahn/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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