Europäische Kommission genehmigt deutsches Wasserstoff-Förderprogramm

Die Europäische Kommission hat einem deutschen Förderprogramm in Höhe von 200 Millionen Euro zugestimmt. Mithilfe des Programms sollen grüner Wasserstoff und seine Derivate ausgebaut werden. Die Förderung findet im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens statt, das 2027 abgeschlossen sein soll.

von | 19.01.26

Die Europäische Kommission stimmt dem deutschen Wasserstoff-Förderprogramm zu
© Pixabay
Europäische Kommission genehmigt deutsches Wasserstoff-Förderprogramm

Das Ziel des deutschen Förderprogrammes ist der Ausbau von grünem Wasserstoff und erneuerbaren Kraftstoffen nichtbiologischen Ursprungs (RFNBOs). Dazu sollen in Kanada Elektrolysekapazitäten mit einer Leistung von bis zu 300 MW entstehen. Für dieses Vorhaben hat die Europäische Kommission eine Fördersumme über 200 Millionen Euro freigegeben.  

Auktionsmodell verbindet Kanada und EU  

Kern des Programms ist ein doppeltes Auktionsmodell, das RFNBO-Produzenten in Kanada und RFNBO-Käufer in der EU zusammenbringt. Unternehmen, die die Kraftstoffe verkaufen und jene, die sie kaufen, gehen eine vertragliche Beziehung ein. Dabei tragen staatliche Mittel dazu bei, Finanzierungslücken zwischen Kauf- und Verkaufspreis zu schließen. 

Für die Geförderten gilt: Ein Nachweis über die Herstellung von RFNBOs nach EU-Kriterien ist Pflicht.  

Prüfung nach EU-Beihilfevorschriften  

Die EU-Kommission hat das Förderprogramm mithilfe der Beihilfevorschriften der EU geprüft – und im Anschluss genehmigt.  

Die Kommission kam zu dem Schluss, dass das Programm notwendig und angemessen ist, um die Herstellung von RFNBOs zu erleichtern. Gleichzeitig schaffe es einen „Anreizeffekt“ für die Begünstigten. Ausreichend Schutzmaßnahmen würden zudem sicherstellen, dass Wettbewerbsverzerrungen minimiert werden.   

Förderung soll Klimaziele unterstützen  

Laut EU-Kommission trägt die Förderung dazu bei, die Ziele der Erneuerbare-Energien-Richtlinie für den industriellen Verbrauch von RFNBOs zu erreichen. Gleichzeitig unterstütze sie die Ziele des Clean Industrial Deals, der EU-Wasserstoffstrategie und des REPowerEU-Plans. 

Die Fördermittel werden im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens vergeben, das 2027 abgeschlossen sein soll. 

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