H2med-Wasserstoffkorridor erhält 35,6 Millionen Euro EU-Förderung

Die Europäische Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) hat die Fördervereinbarungen für zwei Teilabschnitte des Wasserstoff-Importkorridors H2med unterzeichnet. Die Vereinbarung ermöglicht es den beiden zentralen Wasserstoffpipeline-Projekten BarMar (Barcelona–Marseille) und CelZa (Celorico–Zamora), die finanziellen Mittel der im Januar angekündigten PCI-Förderung tatsächlich zu erhalten.

von | 26.06.25

Die beiden H2med-Teilprojekte sollen gemeinsam rund 700 Kilometer Wasserstoffnetz schaffen
© Reinhard Tiburzy - stock.adobe.com
OGE, H2med, Wasserstoff-Kernnetz: Kapazitätsreservierung

Die Geschäftsführungen der fünf H2med-Partner haben am 24. Juni die EU-Kommissionsvizepräsidentin Teresa Ribera in Brüssel getroffen. Dort informierten die Betreiber Ribera  über den Projektfortschritt des Wasserstoff-Importkorridors H2med, der die Iberische Halbinsel über Frankreich mit dem deutschen Kernnetz verbinden soll.

Im Rahmen des Treffens verkündeten die Projektpartner einen weiteren Meilenstein: Die Unterzeichnung der Fördervereinbarungen für die Teilprojekte BarMar und CelZa. Somit können die Betreiber nun die die im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) für Energie zugesicherten Gelder der PCI-Förderung final erhalten.

Das BarMar-Projekt erhält 28.336.978 Euro für Ingenieurstudien, marine und ökologische Erkundungen. Das CelZa-Projekt bekommt 7.221.872 Euro für grundlegende und detaillierte Planungsphasen der Pipeline und Kompressorstation. Damit erhalten die Projekte die komplette beantragte CEF-Förderung. Sie deckt 50 Prozent der Investitionen in der aktuellen Projektphase ab.

H2med soll zehn Prozent des EU-Wasserstoffverbrauchs decken

Die CEF-Mittel für Energie sollen Fortschritte bei der Infrastrukturplanung, Umweltverträglichkeitsstudien und Genehmigungsverfahren ermöglichen. Die für H2med bewilligten europäischen Gelder machen 39 Prozent der von CINEA für Wasserstoffprojekte genehmigten Gesamtmittel aus.

Das Projekt soll zu den EU-Dekarbonisierungszielen beitragen und bis 2030 zehn Prozent des europäischen Wasserstoffverbrauchs abdecken. Die Geschäftsführungen betonten die Bedeutung politischer Unterstützung für die Wasserstoffziele. Sie forderten Klarheit über den Rechtsrahmen für Investitionsentscheidungen im Einklang mit der Vereinbarung von Alicante.

Die Entwicklung baut auf der Gründung der H2med-Allianz im Dezember 2024 auf. Die Allianz will europäische Partner gewinnen und eine integrierte Wertschöpfungskette entlang des Wasserstoffkorridors entwickeln.

Vier-Länder-Projekt seit 2022 in Entwicklung

Das H2med-Projekt stellten die Regierungschefs Portugals, Spaniens und Frankreichs am 9. Dezember 2022 auf dem Euromed-Gipfel in Alicante vor. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterstützte das Vorhaben. Deutschland kam im Januar 2023 als vierter Partner hinzu.

An H2med beteiligen sich fünf Gasnetzbetreiber: Enagás (Spanien), NaTran (ehemals GRTgaz, Frankreich), OGE (Deutschland), REN – Gasodutos (Portugal) und Teréga (Frankreich). Die Wasserstoff-Pipelines sollen zusammen rund 700 Kilometer lang werden (BarMar: 455 Kilometer und CelZa 248 Kilometer). Aktuell betreiben die Unternehmen zusammen über 63.000 Kilometer Erdgas-Pipelines in Europa.

 

(Quelle: OGE/2025)

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