Gefördert werden die Gewinner des deutschen „Auctions-as-a-Service“-Mechanismus, das in die IF25-Auktion der EHB eingebettet ist. Dieser Mechanismus erlaubt Mitgliedstaaten die Finanzierung zusätzlicher Projekte, die die Bewertungskriterien bestanden haben, aber die nicht mehr aus dem Budget des Innovationsfonds gefördert werden können. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hatte sich im Dezember 2025 mit weiteren 1,3 Milliarden Euro beteiligt (H2News berichtete).
Ziel des deutschen „Auctions-as-a-Service“-Mechanismus ist es, Abnehmer, die an das deutsche Kernnetz angeschlossen sind, möglichst kosteneffizient mit erneuerbarem Wasserstoff zu versorgen. Gleichzeitig sollen Anreize für den Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffpipeline-Infrastruktur geschaffen werden. Im Rahmen des deutschen Mechanismus der IF25-Auktion muss der Wasserstoff der dänischen Projekte daher in die Pipeline „Danish Hydrogen Backbone 1“ eingespeist und an Abnehmer geliefert werden, die an das deutsche Kernnetz angeschlossen sind.
Insgesamt 590 MW neue Kapazität gefördert
Projekte auf der Reserveliste der Innovationsfonds-Auktion können an die jeweiligen nationalen Behörden übertragen werden, sofern sie im Rahmen des nationalen Budgets liegen und in der Gesamtrangliste entsprechend platziert sind (H2News berichtete). Dies hat unter anderem auf drei dänische Vorhaben zugetroffen. Somit wird das Projekt „Frigg 1“ in Vejen gefördert, das vom Energieanbieter Everfuel A/S umgesetzt wird. Es sieht eine Kapazität von 200 MW vor. Der Gebotspreis lag bei 0,98 Euro pro Kilogramm.
Ein weiteres Vorhaben ist außerdem „Heimdal“ vom Energieunternehmen European Energy A/S. Damit sollen im dänischen Kassø neue Kapazitäten von rund 150 MW aufgebaut werden. Der Gebotspreis dieses Projekts lag zudem bei 1,07 Euro pro Kilogramm.
Darüber hinaus wird das Projekt „HØST PtX“ in Esbjerg gefördert. Das Fondsmanagerunternehmen Copenhagen Infrastructure Partners sieht eine Kapazität von 240 MW vor. Geboten wurden hier 1,70 Euro pro Kilogramm.
Abschluss der Zuwendungsverträge bis Oktober 2026
Die drei Gebote umfassen insgesamt 78.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff pro Jahr mit Lieferung ab 2031. Der Abschluss der Zuwendungsverträge mit einer Laufzeit von 10 Jahren ist bis Ende Oktober 2026 geplant.
Damit können diese Projekte laut BMWE einen Beitrag zur Erreichung der Mindestkapazitätsbuchung für die geplante grenzüberschreitende Wasserstoffinstrastruktur zwischen Dänemark und Deutschland leisten. Die Wasserstoffmengen sollen dann in das im Aufbau befindliche deutsche Wasserstoff-Kernnetz eingespeist werden. Nun liege es nach Ministeriumsangaben an Produzenten und Abnehmern, langfristige Abnahmeverträge zu schließen.










