Im Jahr 2021 gab es den ersten Förderaufruf, 2025 folgte dann der zweite. Nun hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) den dritten Förderaufruf für internationale Wasserstoffprojekte veröffentlicht. Deutsche Unternehmen können Projektvorschläge für die Förderung von Vorhaben außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz einreichen. Voraussetzung ist, dass das Projekt eine deutsche und europäische Wertschöpfung sicherstellt. Die dafür vorgesehenen Mittel stehen laut Ministerium noch unter Vorbehalt der Verabschiedung des Haushalts 2027.
Ziel der Förderrichtlinie ist es, den Einsatz deutscher Wasserstofftechnologien bei industriellen Produktionsanlagen im Ausland zu stärken sowie neue Märkte und Importrouten für Wasserstoffprodukte vorzubereiten. Auch projektbegleitende Machbarkeitsstudien sind förderfähig. Im Fokus stehe dabei vor allem der deutsche Mittelstand, darunter Technologielieferanten und Projektentwickler.
Die Förderrichtlinie wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) umgesetzt, das eine projektbegleitende Förderung für Grundlagenforschung bereitstellt.
Zweistufiges Bewerbungsverfahren mit Zuschlägen ab 2027
Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig: Zunächst reichen deutsche Unternehmen eine Projektskizze ein. Vom BMWE priorisierte Skizzen werden anschließend zur vollständigen Antragsstellung aufgefordert. Mit der Vergabe von Zuwendungsbescheiden rechnet das Ministerium in der zweiten Hälfte 2027. Gefördert werden Projekte für die Jahre 2027 bis 2030 mit jeweils bis zu 30 Millionen Euro.
Bislang unterstützt das BMWE die Erprobung deutscher Technologien in Chile, Namibia, der Ukraine, Saudi-Arabien und Serbien. Künftig sollen weitere Förderungen im südlichen Afrika, dem MENA-Raum (Middle East and North Africa), Asien, Südamerika und Australien starten. Unter den Projekten finden sich unter anderem Vorhaben für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff, erneuerbaren Flugtreibstoffen oder grünem Eisen. Der Großteil der Förderungen geht laut Ministerium an kleine und mittlere Unternehmen.
Informationsveranstaltung am 15. Oktober
Am 15. Oktober bietet das BMWE eine digitale Informationsveranstaltung an, bei der interessierte Unternehmen Fragen zum Förderverfahren stellen können. Ein bereits abgeschlossenes Förderprojekt wird dabei praktische Einblicke in Bewerbungsprozess und Projektumsetzung geben. Eine Registrierung ist bereits möglich.
Darüber hinaus berät der Projektträger Jülich (PtJ) im Auftrag des BMWE potenzielle Antragsteller zu Fragen rund um die Einreichung.








