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Tesa SE rüstet Produktion auf Wasserstoff um

Der Klebebandhersteller Tesa SE soll bis 2027 an das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz HH-WIN angeschlossen werden. Am 30. März hat das Unternehmen eine Förderzusage der Stadt Hamburg in Höhe von 950.000 Euro erhalten. Damit plant Tesa nun, Teile seiner Produktionsanlagen im Werk Harburg auf Wasserstoff umzurüsten – dieser soll von dem Verteilnetzbetreiber Hamburger Energienetze GmbH bereitgestellt werden.

von | 02.04.26

Visualisierung der Gasdruckregel- und Messanlage für den Anschluss an HH-WIN
© Hamburger Energienetze
Tesa SE rüstet Produktion auf Wasserstoff um

Den Förderbescheid überreichte die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Hamburg sowie Senatorin der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft Katharina Fegebank.

Gefördert werde das Vorhaben über das Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ (UfR). Finanziert wird das Programm aus Mitteln des Hamburger Klimaplans. Es wird durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank betreut und bietet Investitionszuschüsse von bis zu einer Million Euro.

Emissionen reduzieren, Resilienz stärken

Der CEO des Unternehmens Dr. Kourosh Bahrami erklärt mit Blick auf das Vorhaben: „Die Transformation zur klimaneutralen Produktion ist für tesa zugleich eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Geschäfts. Der Anschluss an HH‑WIN und die Umrüstung unserer Anlagen sind deshalb ein entscheidender Schritt: Wir reduzieren Emissionen, stärken unsere Resilienz und schaffen die Grundlage, um unsere Kunden weltweit noch zuverlässiger bei ihren eigenen Nachhaltigkeitszielen zu unterstützen.“

Tesa setze die Umrüstung auf Wasserstoff im Rahmen seiner eigenen Nachhaltigkeitsstrategie „we do“ um. Demzufolge ist eine klimaneutrale Produktion bis 2030 vorgesehen.

HH-WIN ist Teil des Wasserstoff-Kernnetzes

HH-WIN befindet sich derzeit noch im Bau: aktuell seien rund 18 Kilometer der Trasse fertiggestellt. Das Netz ist zudem Teil des nationalen Wasserstoff-Kernnetzes. Über das bundesweite Fernleitungssystem soll es mit Energiezentren im Süden verbunden werden – somit könnten Hamburger Unternehmen Wasserstoff von unterschiedlichen Anbietern beziehen.

Ein Bestandteil des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes sei der Großelektrolyseur am früheren Kraftwerksstandort Moorburg, dessen Bau im Dezember 2025 begonnen hat. Eine eigene Einspeiseanlage werde dort künftig sicherstellen, dass der vor Ort erzeugte grüne Wasserstoff in das gesamte Hamburger Netzgebiet verteilt werden kann.

HH-WIN soll 2027 in Betrieb gehen. Zunächst werde die Leitungslänge rund 40 Kilometer umfassen. Bis 2032 soll das Netz dann auf insgesamt 60 Kilometer erweitert werden.

 

(Quelle: Tesa SE/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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