Den Förderbescheid übergab der Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Joschka Knuth persönlich an André Steinau, Geschäftsführer des Energieanbieters eFarming GmbH & Co. KG.
Die Mittel stammen aus dem schleswig-holsteinischen Landesprogramm „Wirtschaft 2021–2027“, das von dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) kofinanziert wird. Es handelt sich nach Unternehmensangaben um das erste geförderte Projekt im Rahmen des Programms.
Elektrolyseleistung werde auf 2 MW ausgebaut
Mit dem Vorhaben soll die Elektrolysekapazität am Standort Bosbüll auf zwei MW steigen. Dadurch soll ab Sommer 2026 mehr als eine Tonne grüner Wasserstoff pro Tag produziert werden. Der dazu geplante Elektrolyseur stamme vom spanischen Hersteller H2B2 Electrolysis Technologies.
Das Prinzip von „eFarm“ bleibe auch nach dem Ausbau gleich: Regional erzeugter Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen werde genutzt, um daraus vor Ort grünen Wasserstoff zu gewinnen, zu speichern und anschließend unter anderem an zwei Tankstellen in Husum und Niebüll zu liefern.
Einsatz im öffentlichen Nahverkehr soll ausgeweitet werden
Der erzeugte Wasserstoff soll künftig vor allem im regionalen Nahverkehr eingesetzt werden. Die Zahl der mit Wasserstoff betriebenen Busse in Schleswig-Holstein soll somit von derzeit zwei auf zwölf Fahrzeuge steigen. Betreiber seien die Autokraft GmbH, eine Tochtergesellschaft der DB Regio AG, sowie die Norddeutsche Verkehrsbetriebe GmbH, ehemals Rohde Verkehrsbetriebe GmbH.
Die „Innovationsklausel“ des Landkreises Nordfriesland unterstütze die Ausweitung der Wasserstoffbusflotte. Sie legt fest, dass der Einsatz emissionsfreier Antriebstechnologien zu bevorzugen ist und bezuschusst im Gegenzug betriebsbedingte Mehrkosten im Busbetrieb.
Inbetriebnahme für Sommer 2026 vorgesehen
An dem Projekt von eFarming seien rund 18 weitere Gesellschafter und Firmen beteiligt, darunter Bürgerwind- und Bürgersolarparks. Insgesamt würden damit mehr als 3.500 Menschen aus der Region indirekt involviert sein.
Die Inbetriebnahme der Anlage in Bosbüll ist für Sommer 2026 geplant.










