Braunschweig: Metallhydrid-Großspeicher ergänzt H2-Forschungsinfrastruktur

Das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) der Technischen Universität Braunschweig hat einen Metallhydrid-Großspeicher für Wasserstoff erhalten. Die Anlage ist Teil des Projekts „Hydrogen Terminal Braunschweig“, das Forschung entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette betreibt. Mit einer Gesamtkapazität von bis zu 500 Kilogramm zählt sie laut Universitätsangaben zu den größten Forschungsanlagen dieser Art weltweit.

von | 28.05.26

Der Speicher soll 500 Kilogramm Wasserstoff fassen.
© Technische Universität Braunschweig
Braunschweig Metallhybrid-Großspeicher ergänzt H2-Forschungsinfrastruktur

Der Speicher basiere auf einer Technologie, bei der Wasserstoff in Metallstrukturen gebunden wird. Das ermögliche eine kompakte und langfristige Lagerung bei vergleichsweise niedrigem Druck und erhöhe gleichzeitig die Betriebssicherheit.

Teil des Forschungsprojekts „Hydrogen Terminal Braunschweig“

Der Metallhydrid-Speicher ist Teil des Verbundprojekts „Hydrogen Terminal Braunschweig“, das als Forschungsplattform entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette dient.

Die Speicher seien so konzipiert, dass sie auch in weiteren Forschungsvorhaben eingesetzt werden sollen. Eines dieser Vorhaben sei „JaWoll“ („Jagen und Sammeln – Aufbereiteter Wasserstoff aus Forschungsprojekten zur Versorgung von Großgeräten mittels elektrochemischer Kompression und Metallhydriden“) der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. Dort steht die effiziente Nutzung wasserstoffreicher Restgase in Test- und Infrastrukturumgebungen im Mittelpunkt: Durch Ansätze zur Rückgewinnung und Wiederverwertung soll die Gesamteffizienz gesteigert werden.

Anbindung an Elektrolyseur und Pipelineinfrastruktur

Der nötige Wasserstoff werde auf dem Gelände des „Hydrogen Terminal Braunschweig“ nahe des NFF per Elektrolyse aus erneuerbaren Energien produziert. Über eine bereits verlegte Pipelineinfrastruktur gelange er direkt in den neuen Metallhydrid-Speicher am Forschungszentrum.

„Die Kombination aus Erzeugung am Terminal und Nutzung am NFF zeigt beispielhaft, wie eine integrierte Wasserstoffinfrastruktur künftig gestaltet werden kann“, sagte David Sauss, Geschäftsführer des Steinbeis Innovationszentrums energieplus, das als Bauherr das Verbundvorhaben koordiniert.

Nach der Anlieferung soll der Speicher in den kommenden Wochen angeschlossen und schrittweise für den Betrieb vorbereitet werden.

 

(Quelle: Technische Universität Braunschweig/2026)

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