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Forschungszentrum Jülich komplettiert Führungsteam mit Peter Wasserscheid

Das Institut für nachhaltige Wasserstoffwirtschaft (INW) am Forschungszentrum Jülich hat die Besetzung aller vier Institutsbereiche abgeschlossen. Professor Peter Wasserscheid leitet seit Mai den Institutsbereich Reaktionstechnik für chemische Wasserstoff-Speicherung (INW-3). Damit sind alle vier wissenschaftlichen Bereiche des INW besetzt.

von | 13.06.25

Professor Peter Wasserscheid war bereits Gründungsdirektor des Instituts Ende 2021
© Forschungszentrum Jülich / Guido Jansen
Forschungszentrum Jülich komplettiert Führungsteam mit Peter Wasserscheid

Das INW hat seine Gründungsphase beendet. Das Institut hat nach der Ernennung von Professor Peter Wasserscheid als Leiter für den Fachbereich 3 nun alle Position der vier wissenschaftlichen Bereiche besetzt.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Peter Wasserscheid den Gründungsdirektor des INW für diesen sehr wichtigen Forschungsbereich gewinnen konnten”, sagt Prof. Peter Jansens, der im Vorstand des Forschungszentrums für den Energiebereich zuständig ist.

Wasserscheid war bereits Gründungsdirektor des Instituts Ende 2021. Er leitete bisher die Abteilung für Demonstrationsvorhaben (INW-D). Die neue Position bedeutet für ihn eine Rückkehr zu seinem Forschungsschwerpunkt: der Entwicklung von Reaktoren für chemische Wasserstoff-Speicherung.

Reaktorentwicklung für LOHC-Systeme im Focus

Der Professor konzentriert sich auf die Optimierung von Umwandlungsapparaten für die Wasserstoff-Speicherung. Bei der Bindung von Wasserstoff an Trägermoleküle entsteht Wärme und das Volumen reduziert sich. Die Freisetzung erfordert den umgekehrten Prozess. Wasserscheid will aus dem Reaktorvolumen einer Schuhschachtel schnell große Wasserstoffmengen freisetzen.

Das INW arbeitet an LOHC-Systemen (Liquid Organic Hydrogen Carrier). Diese Technologie ermöglicht die Speicherung von Wasserstoff in flüssigen organischen Verbindungen. Die Forschung umfasst Katalysator- und Reaktorentwicklung, Systemdesign und Demonstrationsanlagen.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen vier Institutsbereichen

Wasserscheid will eng mit den anderen Institutsleitern zusammenarbeiten: Professor Hans-Georg Steinrück (INW-1), Professor Regina Palkovits (INW-2) und Professor Andreas Peschel (INW-4). Das Team will die wissenschaftlichen und technologischen Ziele des Instituts erreichen.

Die Abteilung für Demonstrationsvorhaben (INW-D) richtet sich neu aus. Der Schwerpunkt soll künftig auf Geschäftsmodellen und Anwendungsszenarien für Wasserstoff-Technologien im Rheinischen Revier liegen. Die technologischen Konzepte stammen aus allen wissenschaftlichen Bereichen des INW und anderen Bereichen des Forschungszentrums Jülich.

Wasserscheid bringt internationale Expertise mit

Peter Wasserscheid ist seit 2003 Professor für Chemische Reaktionstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2013 arbeitet er als Direktor am Forschungszentrum Jülich. Er baute sowohl das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg als auch das INW als Gründungsdirektor auf.

Der Forscher promovierte 1998 an der RWTH Aachen und arbeitete als Industrie-Postdoc bei BP Chemicals in Großbritannien. Seine Gruppe gehört zu den führenden Teams weltweit in der chemischen Wasserstoff-Speicherung mit LOHC-Systemen.

Wasserscheid erhielt den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2006) und zwei Advanced Grants des Europäischen Forschungsrats (2010, 2018). Er trug zu über 550 wissenschaftlichen Publikationen bei und ist Miterfinder von mehr als 120 Patentfamilien.

 

(Quelle: Forschungszentrum Jülich/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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