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H2-Speicherung: Kerosin macht Drucktanks überflüssig

Ein Forscherteam der Washington State University (WSU) hat ein neues Verfahren zur Wasserstoffspeicherung in ligninbasiertem Flugtreibstoff entwickelt. Die Technologie könnte den Transport und die Lagerung von Wasserstoff grundlegend verändern, da mit dieser Technologie keine Druckbehälter benötigt werden. 

von | 03.02.25

Bin Yang (Professor an der WSU-Abteilung für Biologische Systemtechnik) und Andrew Lipton (Wissenschaftler am Pacific Northwest National Laboratory) stehen neben einem Kernspinresonanzgerät, das bei Experimenten zu neuen nachhaltigen Kraftstoffen eingesetzt wird
© Pacific Northwest National Laboratory/ Andrea Starr und Eddie Pablo
H2-Speicherung: Kerosin macht Drucktanks überflüssig

Ein internationales Wissenschaftlerteam der WSU hat eine Methode zur Speicherung von Wasserstoff in ligninbasiertem Flugtreibstoff entwickelt. Die Technologie ermöglicht die chemische Bindung von Wasserstoff in stabiler flüssiger Form. Dies haben Professor Bin Yang und seine Kollegen in einer Studie nachgewiesen. Die neue Speichermethode hat viele potenzielle Anwendungen in den Bereichen Kraftstoffe und Verkehr und könnte es erleichtern, das Potenzial von Wasserstoff als energiereiche und emissionsfreie Kraftstoffquelle zu nutzen. Die Forschungsarbeit wurde im International Journal of Hydrogen Energy veröffentlicht.

Das Verfahren könne den Wasserstoff mit hoher Dichte in dem nachhaltigen Flugzeugtreibstoff speichern und dadurch die Speicherung in Druckbehältern ersetzen. Der Verzicht auf Drucktanks würde den Transport und die Lagerung vereinfachen. Mit der neuen Speichermethode adressiert das Forschungsteam eines der Kernprobleme der Wasserstoffnutzung: Die geringe Dichte und explosive Natur des Elements erschwerten bislang Handhabung und Transport.

Das Forschungsteam der WSU besteht aus Wissenschaftlern des Pacific Northwest National Laboratory, der University of New Haven und Natural Resources Canada. Sie nutzen eine chemische Reaktion mit ligninbasiertem Flugtreibstoff. Der experimentelle Treibstoff stammt aus Professor Yangs Labor. Die Reaktionen erzeugen aromatische Kohlenstoffe und Wasserstoff aus dem Lignin-Treibstoff.

Lignin-Treibstoff als Basis der Entwicklung

Der Lignin-Treibstoff wird aus Agrarabfällen hergestellt. Tests haben eine verbesserte Motorleistung und höhere Effizienz gezeigt. Der Treibstoff kommt ohne umweltschädliche aromatische Verbindungen aus, heißt es in der Pressemeldung der WSU vom 27. Januar. Die Innovation verspreche Kompatibilität mit bestehender Infrastruktur und wirtschaftliche Skalierbarkeit.

In der nächsten Projektphase wollen WSU-Forscher gemeinsam mit der University of New Haven einen KI-gesteuerten Katalysator entwickeln. Dieser soll die Reaktionen effizienter und kostengünstiger gestalten. Das US-Energieministerium fördert das Projekt durch das Office of Energy Efficiency and Renewable Energy sowie das Hydrogen and Fuel Cell Technologies Office.

Auch das Unternehmen H2MOF verfolgt einen anderen Ansatz der Wasserstoff-Speicherung. Im Gespräch hat uns Vice President Business Development, Magnus Bach, die Vorteile ihrer Speichermethode erläutert. Der Ansatz mit metallorganischen Gerüstverbindungen (MOFs) ermöglicht Wasserstoffspeicherung bei Umgebungstemperatur und niedrigem Druck.

(Quelle: WSU/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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