Ziel von HyCavern ist es, standardisierte, sichere und kosteneffiziente Wasserstoffspeicher zu entwickeln und zu validieren. Entstehen sollen diese in Form von künstlich angelegten, ausgekleideten Gesteinskavernen. Dazu sollen technische Auskleidungssysteme, innovative Materialien, digitale Werkzeuge und Echtzeit-Überwachungstechnologien kombiniert werden.
Ein zentrales Ziel von HyCavern sei es, die Kavernenkonstruktion an verschiedene geologische Gegebenheiten anzupassen und damit skalierbar und replizierbar zu machen.
Zwei deutsche Partner im Konsortium vertreten
HyCavern wird von der Clean Hydrogen Partnership und ihren Mitgliedern unterstützt. Durchgeführt wird es unter der Leitung von Dr. Pierre Cerasi und Dr. Mohammad Masoudi von der Forschungsorganisation Sintef Industry.
Das Konsortium setzt sich aus Forschungseinrichtungen, Universitäten und Technologieunternehmen aus ganz Europa zusammen. Unter den Partnern finden sich aus Deutschland das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT sowie das Maschinenbauunternehmen Picum MT GmbH.
Projekt entwickelt Alternative zu konventionellen H₂-Speichern
Hintergrund des Projekts sei der steigende Anteil erneuerbarer Energien am europäischen Energiesystem. Denn: Wasserstoff werde voraussichtlich eine relevante Rolle beim Ausgleich von Angebot und Nachfrage sowie der Unterstützung der industriellen Dekarbonisierung spielen. Viele bisherige unterirdische Speichermöglichkeiten seien jedoch auf bestimmte geologische Formationen angewiesen, was ihren Einsatz in ganz Europa einschränke.
HyCavern zielt nun mithilfe von ausgekleideten Felskavernensystemen auf die unterirdische Speicherung von Wasserstoff in den Regionen ab, in denen herkömmliche unterirdische Speicher nicht verfügbar sind.
Technologische Entwicklung und Validierung im Fokus
In den kommenden drei Jahren will das Konsortium unter anderem Stahlauskleidungen mittels Laserschweißen und Schutzbeschichtungen entwickeln, um Wasserstoffversprödung und Leckagerisiken zu reduzieren. Zudem sollen kohlenstoffarme Beton- und Gesteins-Grenzflächensysteme für die Verbesserung der langfristigen strukturellen Integrität und Umweltverträglichkeit geprüft werden.
Weitere Schwerpunkte seien die Entwicklung von Simulationswerkzeugen für den sicheren Kavernenbau in unterschiedlichen geologischen Umgebungen sowie die Integration von Überwachungssystemen wie faseroptischen Sensoren.
Darüber hinaus soll ein GIS-basiertes Standortauswahl-Toolkit entstehen, das den Einsatz der Technologie europaweit unterstützen soll. Ergänzend soll das Konzept unter realistischen Betriebsbedingungen validiert werden sowie eine Bewertung der techno-ökonomischen Machbarkeit und möglicher Geschäftsmodelle durchgeführt werden.










