Prof. Wasserscheid leitet den Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik an der FAU Erlangen-Nürnberg. Zugleich ist er Direktor des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (IET-2) sowie des Institute for a Sustainable Hydrogen Economy (IHE-3) – beide gehören zum Forschungszentrum Jülich.
Wasserscheids Schwerpunkt seiner Forschungen liegt auf der chemischen Wasserstoffspeicherung. Er hat Wasserstoff-Speicherzyklen entwickelt, Katalysatormaterialien optimiert und Reaktorkonzepte sowie Verfahrensinnovationen vorangetrieben.
Eine besondere Bedeutung haben laut der DDc seine Arbeiten zu flüssigen organischen Wasserstoffträgern (LOHC). Diese Stoffe ermöglichen es, Wasserstoff sicher und kostengünstig in der vorhandenen Kraftstoffinfrastruktur zu transportieren und zu speichern – ohne neue Pipelines oder Drucktanks.
Preis mit 50.000 Euro dotiert
Der Archimedes Science Award ist mit 50.000 Euro dotiert und wird seit 2025 jährlich vergeben. Er richtet sich an Forschende, deren Grundlagenarbeit eine hohe gesellschaftliche, wirtschaftliche oder technologische Wirkung entfaltet.
Die Jury setzt sich aus den Spitzen der vier großen deutschen außeruniversitären Forschungsorganisationen zusammen: Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft. Ergänzt wird sie durch den Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz sowie Vertreter des DDc-Vorstands.
Als Gründungsdirektor des IHE-3 und Sprecher des Helmholtz-Wasserstoffclusters HC-H2 will Wasserscheid daran arbeiten, Wasserstofftechnologien als wirtschaftliches Standbein im Rheinischen Revier zu etablieren. Besonders auch im Zusammenhang mit dem Ende der Kohleverstromung bis 2030. Dafür versucht er, den Technologietransfer in der Region voranzutreiben.










