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Prof. Wasserscheid erhält Archimedes Science Award 2026

Der Freistaat Sachsen und die Dresden-Concept Science and Innovation Allianz (DDc) haben Prof. Peter Wasserscheid mit dem Archimedes Science Award 2026 ausgezeichnet. Der Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erhält die Auszeichnung für seine Forschung zu flüssigen organischen Wasserstoffträgern (LOHC). Die offizielle Verleihung findet am 9. September 2026 in Dresden im Rahmen der Konferenz „Building Bridges" statt.

von | 30.03.26

Der Archimedes Science Award 2026 würdigt einen international führenden Forscher auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologien: Prof. Peter Wasserscheid
© Sascha Kreklau
Prof. Peter Wasserscheid erhält Archimedes Science Award 2026 für Wasserstoffspeicherung

Prof. Wasserscheid leitet den Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik an der FAU Erlangen-Nürnberg. Zugleich ist er Direktor des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (IET-2) sowie des Institute for a Sustainable Hydrogen Economy (IHE-3) – beide gehören zum Forschungszentrum Jülich.

Wasserscheids Schwerpunkt seiner Forschungen liegt auf der chemischen Wasserstoffspeicherung. Er hat Wasserstoff-Speicherzyklen entwickelt, Katalysatormaterialien optimiert und Reaktorkonzepte sowie Verfahrensinnovationen vorangetrieben.

Eine besondere Bedeutung haben laut der DDc seine Arbeiten zu flüssigen organischen Wasserstoffträgern (LOHC). Diese Stoffe ermöglichen es, Wasserstoff sicher und kostengünstig in der vorhandenen Kraftstoffinfrastruktur zu transportieren und zu speichern – ohne neue Pipelines oder Drucktanks.

Preis mit 50.000 Euro dotiert

Der Archimedes Science Award ist mit 50.000 Euro dotiert und wird seit 2025 jährlich vergeben. Er richtet sich an Forschende, deren Grundlagenarbeit eine hohe gesellschaftliche, wirtschaftliche oder technologische Wirkung entfaltet.

Die Jury setzt sich aus den Spitzen der vier großen deutschen außeruniversitären Forschungsorganisationen zusammen: Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft. Ergänzt wird sie durch den Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz sowie Vertreter des DDc-Vorstands.

Als Gründungsdirektor des IHE-3 und Sprecher des Helmholtz-Wasserstoffclusters HC-H2 will Wasserscheid daran arbeiten, Wasserstofftechnologien als wirtschaftliches Standbein im Rheinischen Revier zu etablieren. Besonders auch im Zusammenhang mit dem Ende der Kohleverstromung bis 2030. Dafür versucht er, den Technologietransfer in der Region voranzutreiben.

 

(Quelle: TU Dresden/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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