Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen arbeitet im Rahmen des Forschungsprojekts „HyConnect“ an einer digitalen Plattform. Vorgesehen ist die Plattform für die Nutzung der Wasserstoffinfrastruktur in der Transport- und Logistikbranche. Ziel ist die Ermöglichung der Reservierung von Wasserstofftankstellenkapazitäten und einer vollständigen Zahlungsabwicklung.
Das Projekt ist auf zweieinhalb Jahre angelegt und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Herausforderungen in der Wasserstofflogistik
Laut PEM führt die aktuell geringe Zahl von wasserstoffbetriebenen Lkw zu einer mangelnden Planungssicherheit für die Tankstellen-Betreiber, wodurch hohe Preise entstehen.
Der PEM-Direktor Professor Achim Kampker betont gleichzeitig: „Die spärliche Infrastruktur und die geringen Speicherkapazitäten von Wasserstofftankstellen können für Logistikunternehmen zeitaufwändige und kostspielige Umwege erforderlich machen.“
Ein effizienter Datenaustausch zwischen IT-Systemen könne diese Effekte jedoch reduzieren.
Skalierbarkeit und Planungssicherheit
Das Projekt „HyConnect“ zielt darauf ab: So werden mit der Plattform Daten zum Wasserstoffbedarf von Lkw-Flottenbetreibern mit Informationen zur Verfügbarkeit von Tankstellen kombiniert. Dadurch können laut PEM Versorgungsengpässe vermieden und die Planungssicherheit erhöht werden.
Darüber hinaus ist langfristig vorgesehen, dass die Plattform den Marktanteil von wasserstoffbetriebenen Lkw steigert und Investitionen in die Infrastruktur erleichtert. Außerdem wird eine Skalierbarkeit für den EU-Binnenmarkt angestrebt.
Pilotbetrieb geplant
Zunächst will das HyConnect-Team einen rechtskonformen und dynamischen Wasserstoffpreismechanismus entwickeln und empirisch testen. Darüber hinaus wird eine universelle Datenschnittstelle als Prototyp umgesetzt und anschließend evaluiert. Auf dieser Grundlage soll die Kapazitätsmanagement- und Reservierungsplattform entworfen werden, die im Laufe des Projekts in den Pilotbetrieb gehen soll.







