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Sportboot erfolgreich von Diesel auf Ammoniak-Wasserstoff-Antrieb umgerüstet

Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Ammonigy GmbH wurde erfolgreich ein dieselbetriebenes Sportboot auf einen Ammoniak-Wasserstoff-Antrieb umgerüstet. Das Projekt zeigt damit das Potenzial von Ammoniak-Wasserstoff als Antriebsstoff für eine CO2-freie Schifffahrt auf.

von | 13.04.22

© Ammonigy GmbH
© Ammonigy GmbH

13. April 2022 | Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Ammonigy GmbH wurde erfolgreich ein dieselbetriebenes Sportboot auf einen Ammoniak-Wasserstoff-Antrieb umgerüstet. Das Projekt zeigt damit das Potenzial von Ammoniak-Wasserstoff als Antriebsstoff für eine CO2-freie Schifffahrt auf.

Im Projekt ersetzte die Ammonigy GmbH den mit Diesel betriebenen V8-Motor durch einen Industriegasmotor. Dazu wurden in der Kabine des Bootes Ammoniakgastanks und eine spezielle Kraftstoffaufbereitungsanlage installiert. Das  patentierte Ammonigy-Fuel-Refinement-Verfahren (AFR) generiert vor Ort Wasserstoff und mischt ihn dem Ammoniak bei. Dieses Verfahren kombiniert die positiven Energieträgereigenschaften von Ammoniak mit den guten Brenneigenschaften von Wasserstoff, der als Zünder notwendig ist.

Ammoniak hat großes Potenzial bei der Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs. Denn „grünes“ Ammoniak ist kostengünstig herzustellen und – im Vergleich zu dem in der Diskussion um die Energiewende oft genannten Wasserstoff – leicht zu transportieren und zu speichern. Zudem kann Ammoniak auf eine vorhandene Infrastruktur zurückgreifen.

Christian Hermle, Gründer von Ammonigy, ist sich sicher: „Ammoniak-Wasserstoff schlägt im CO2-freien Schwerlastbetrieb alle anderen Kraftstoffe!“

Technologie soll Frachtschiff antreiben

Laut Hermle besteht der nächste Schritt nun darin, die Technologie in einem Frachtschiff umzusetzen. Basierend auf den Forschungsergebnissen hat sein Unternehmen die Eignung von Ammoniak-Wasserstoff für ein typisches Frachtschiff (100 Meter Länge) berechnet. Demnach bedarf es für den Transport von 1.000 Tonnen Fracht auf einer Distanz von 1.000 Kilometern ein Tankvolumen von 26m³.

„Sowohl Tank als auch eine Anlage zur Herstellung von Ammoniak-Wasserstoff sind auf einem Frachtschiff problemlos installierbar“, lautet Hermles Fazit.

Sein Unternehmen sucht derzeit nach weiteren Projektpartnern und Finanzierungsmöglichkeiten für die Umsetzung. Parallel forscht Ammonigy auch im Bereich des Schienenverkehrs. Das aktuelle Forschungsprojekt wurde durch das IWB-EFRE-Programm vom Land Hessen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

 

(Quelle: Ammonigy GmbH)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Die Ammoniakgastanks und die Kraftstoffaufbereitungsanlage wurden in der Kabine des Sportbootes installiert. (Foto: Ammonigy GmbH)

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