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TU Chemnitz startet bundesweit ersten Master „Wasserstofftechnologien“

Die Technische Universität Chemnitz will dem wachsenden Fachkräftemangel in der Wasserstoffbranche mit einem neuen Bildungsangebot begegnen. Der nach Angaben der Hochschule deutschlandweit erste universitäre Masterstudiengang „Wasserstofftechnologien" soll ab dem Wintersemester 2025/26 Expert:innen für die expandierende H₂-Wirtschaft ausbilden. Dabe fokussiert er sich auf die ingenieurwissenschaftliche Entwicklung von Brennstoffzellen- und Elektrolyseurkomponenten.

von | 14.05.25

Dr. André Bergmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Alternative Fahrzeugantriebe an der TU Chemnitz, erläutert Studierenden im Labor einen Versuchsaufbau
Foto: Jacob Müller / TU Chemnitz
TU Chemnitz

Wie die TU Chemnitz am Montag (12. Mai) mitteilte, vermittelt der neue Masterstudiengang Kenntnisse über Wasserstoff und dessen Herstellungs-, Transport- und Nutzungsmöglichkeiten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Brennstoffzellen- und Elektrolyseurkomponenten sowie deren Systemintegration. Die Studierenden sollen umfassende Kenntnisse in Konstruktion und Auslegung einzelner Bauteile erwerben und durch experimentelle Arbeiten an modernen Prüfständen Einblicke in die Praxis erhalten.

Für die praktische Ausbildung stehen die an der TU entwickelten Open Source Forschungsplattformen für Brennstoffzellen- und Elektrolyseursysteme zur Verfügung.

„Durch die Einbindung anderer Fakultäten ist es zudem gelungen, zukunftsrelevante Themen wie nachhaltige Elektroenergieerzeugung, Energiespeichertechnologien und Nachhaltigkeit sowie Innovationen in den Studienplan zu integrieren“, heißt es in der Mitteilung.

TU Chemnitz als Teil lokaler H2-Netzwerke

Die Berufsaussichten für Absolventen „können aktuell kaum besser sein“, betont die Universität. Über den Innovationscluster HZwo e. V., an dem die TU beteiligt ist, bestehe zudem direkter Kontakt zu mehr als 150 Unternehmen und Forschungseinrichtungen weltweit. Die Karrieremöglichkeiten reichen von der technischen Entwicklung über das Projektmanagement bis zur strategischen Beratung für erneuerbare Energien.

Der Standort Chemnitz spielt dabei eine zentrale Rolle als einer von nur vier Standorten des nationalen Wasserstoffzentrums in Deutschland. Die Stadt versteht sich als Hotspot für Forschung, Innovation und beruflichen Chancen in Sachen Wasserstoff. Hier soll unter anderem eines von bundesweit vier Wassserstoff-Innovationszentren entstehen.

Voraussetzung für das Masterstudium, das regulär im Wintersemester beginnt, ist ein Bachelorabschluss im Maschinenbau an der TU Chemnitz oder ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss in einem inhaltlich gleichwertigen Studiengang. Bislang gab es an Universitäten vor alle Weiterbildungen im Wasserstoffbereich, zum Beispiel den „Hochschulzertifikatskurs Netzingenieur*in“ an der FH Münster.

Weitere Informationen zum Studiengang
(Quelle: TU Chemnitz/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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