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Vom Labor in die Realität: Das Hydrogen Terminal Braunschweig

Wasserstoff erforschen ist eine Sache – ihn im realen Betrieb zum Laufen zu bringen, eine ganz andere. Genau das ist die Mission des Hydrogen Terminal Braunschweig. Die Forschungseinrichtung des SIZ Energie Plus bildet die gesamte Wasserstoffwertschöpfungskette im realen Maßstab ab: von der Produktion über die Speicherung bis zur Anwendung. Hier werden Prototypen getestet, Kinderkrankheiten aufgespürt und echte Betriebserfahrungen gesammelt.

von | 20.05.26

v.l.n.r.: David Sauss und Julia Gottsmann
Vom Labor in die Realität: Das Hydrogen Terminal Braunschweig

Das Hydrogen Terminal Braunschweig ist ein Forschungsprojekt des Steinbeis-Innovationszentrums energieplus (SIZ Energie Plus) und der Technischen Universität Braunschweig. Ins Leben gerufen wurde das Hydrogen Terminal Braunschweig im Jahr 2020. Am 23. März 2023 fiel der Startschuss für den Bau in der Nähe des Braunschweiger Flughafens, daher auch der Name „Terminal“.

Im Juni 2024 eröffnete die Einrichtung offiziell. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Einrichtung mit insgesamt mehr als 20 Millionen Euro gefördert. Auf einem rund 4.700 Quadratmeter großen Areal bildet das Terminal die gesamte Wasserstoffwertschöpfungskette ab, von der Erzeugung über die Speicherung und Verteilung bis zur Rückverstromung in Brennstoffzellen.

Zwischen Forschung, Förderung und Frust

In der aktuellen Folge von H2 on air Special sprechen Geschäftsführer David Saus und wissenschaftliche Mitarbeiterin Julia Gottsmann über die Herausforderungen, die der Alltag in einer solchen Einrichtung mit sich bringt. Die beiden sprechen darüber, wie lange grüner Wasserstoff noch staatliche Unterstützung braucht, über die Kosten des grünen Energieträgers und auch über Rückschläge und was sie antreibt.

H₂News: Vor welchen Herausforderungen stehen Sie mit Ihrer Einrichtung?

David Saus: Da wir am Hydrogen Terminal Braunschweig die gesamte Wasserstoffwertschöpfungskette abbilden, arbeiten wir mit einer Vielzahl an Komponenten und deren Zusammenspiel im realen Betrieb ist eine echte Herausforderung.

Julia Gottsmann: Hinzu kommt, dass es bislang kaum Austauschformate gibt, in denen Einrichtungen wie unsere offen über Rückschläge und Learnings sprechen können. Dabei wäre genau das wertvoll, um voneinander zu lernen und dieselben Fehler nicht zweimal zu machen.

H₂News: Wasserstoff hat ja bereits mehrere Hypes erlebt. Warum ist das Thema aus Ihrer Sicht gerade jetzt wieder so relevant?

Saus: Relevant war es eigentlich immer, es wird nur in der Öffentlichkeit unterschiedlich wahrgenommen. Jetzt, wo die Fördermittel knapper werden und sich auch in der Industrie die Spreu vom Weizen trennt, kristallisieren sich die Akteure heraus, die wirklich einen langen Atem haben und das Thema ernsthaft vorantreiben.

H₂News: Was wünschen Sie sich für die nächsten drei bis fünf Jahre?

Saus: Vor allem, dass wir den Markthochlauf spürbar beschleunigen und die dafür notwendige Infrastruktur konsequent ausbauen. Bürokratische Hürden abzubauen, wäre dabei ein wichtiger Hebel. Und ganz klar: Wir brauchen langfristige Fördermechanismen für grünen Wasserstoff. Mindestens für die nächsten zehn Jahre werden wir darauf nicht verzichten können.

Wer mehr erfahren möchte, sollte unbedingt in die gesamte Folge reinhören.

Zur vollständigen Folge geht es hier

Tag der offenen Tür am Hydrogen Terminal Braunschweig

Wer das Hydrogen Terminal nicht nur vom Hörensagen kennen möchte, hat Mitte Juni die Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen. Im Rahmen der bundesweiten Woche des Wasserstoffs öffnet die Einrichtung am 20. Juni von 10 bis 17 Uhr ihre Türen und macht an diesem Tag Wasserstoff für alle erlebbar.

 

(Quelle: Hydrogen Terminal Braunschweig/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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