Die Referenzfabrik.H2 des Fraunhofer IWU organisiert den Wettbewerb. Das Ziel besteht darin, Nachwuchstalente für Berufe in der Wasserstoffwirtschaft zu gewinnen. Die Teams bestehen aus drei bis fünf Jugendlichen und einer betreuenden Lehrkraft. Zusätzlich zur Rennleistung bewerten die Veranstalter Teamgeist, Design, Innovation, Präsentation und Boxenstrategie. Diese Kriterien fließen in separate Wertungen ein.
Der Wasserstoff-Grand Prix setzt auf Effizienz statt auf maximale Geschwindigkeit. Das Team gewinnt, das in sechs Stunden Renndauer die meisten Runden zurücklegt. Ausnahme bildet die Sprint-Kategorie mit anderen Regeln.
Jedes Team erhält Hydrostiks mit einem Gramm Wasserstoff. Die Brennstoffzellen müssen diese Menge optimal nutzen. Die Teams optimieren ihre funkgesteuerten Fahrzeuge bereits Monate vor dem Rennen. Gewicht und Aerodynamik stehen im Fokus der Entwicklungsarbeit.
Vier Rennklassen mit unterschiedlichen Anforderungen

Die Fahrzeuge, die im Wasserstoff-Grand Prix antreten, sind im Maßstab 1:10 oder 1:20 (© Fraunhofer IWU)
Die Teilnehmer treten in vier verschiedenen Rennklassen gegeneinander an:
In der Sprint-Kategorie treten sehr kleine Autos im Maßstab 1:20 an. Die Rennklasse richtet sich an 9- bis 13-Jährige. Die Menge an Wasserstoff, die mitgeführt werden darf, reicht nur für ein paar Meter Fahrtstrecke. Je zwei Autos treten gegeneinander an.
Die Stock-Fahrzeuge umfassen die Altersklassen 14-19. Die Fahrzeuge im Maßstab 1:10 sind für eine Renndauer von bis zu sechs Stunden ausgelegt. Zusätzlich zum Wasserstoff dürfen Batterien mit einer Stromstärke bis zu 7.200 mA verwendet werden. Jedes Team erhält 22 Wasserstoff-Stiks.
In der Hybrid-Kategorie haben die Fahrzeuge denselben Maßstab, die Batterien sind jedoch mit bis zu 3.600 mA wesentlich kleiner – um die Herausforderung für die Teams zu erhöhen. Zur Verfügung stehen 26 Wasserstoff-Stiks. Die Pilotinnen und Piloten sind ebenfalls zwischen 14 und 19 Jahren.
Die Prototype-Kategorie umfasst Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Berufsschul- und Universitätsteams, die mindestens 19 Jahre alt sind. In dieser Klasse sind nur reine Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebe zugelassen. Diese Klasse stellt die höchsten technischen Anforderungen.
Rennkalender und deutsche Teilnehmer
Das Rennprogramm startet am 21. August um 10:30 Uhr mit der Sprint-Kategorie. Am 22. August folgt das Prototypen-Rennen von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Die Stock-Rennen finden am 24. und 25. August statt und das Hybrid-Rennen läuft am 26. August. Die Rennen finden im Kraftverkehr Chemnitz in der Fraunhofer Straße 60 statt. Besucher können die Rennen verfolgen und mit den Teams sprechen.
Den Abschluss bildet am 27. August das Stock-Special „Girls in Stem”. Dieses Rennen richtet sich speziell an Schülerinnen und Studentinnen in technisch-naturwissenschaftlichen Fächern (Science, Technology, Engineering, Mathematics).

Der deutsche Landesausscheid am 21. Juni (© Fraunhofer IWU)
Aus Deutschland qualifizierten sich sechs Teams beim Landesausscheid am 21. Juni:
- Team Foxracers des EGE-Gymnasiums, Annaberg-Buchholz (Klasse „Stock“)
- Team Eso H2 Beast der Eliteschule des Wintersports, Oberwiesenthal („Stock“)
- Team Hydrofoxes I des EGE-Gymnasiums, Annaberg-Buchholz (Klasse „Hybrid“)
- Team Zer des Carl-von-Bach-Gymnasium, Stollberg („Hybrid“)
- Team Hydrogenschrauber des DBSZ „Friedrich Siemens“, Pirna ( Klasse „Prototype“)
- Ebenfalls dabei: das Team Hy RaceA der TU Graz, das am Deutschland-Finale teilgenommen hatte („Protoype“)
Das Fraunhofer IWU bietet zusätzlich Führungen durch die Brennstoffzellen-Produktion an. Diese finden am 22. August von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr sowie am 26. August von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr statt.








