Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Katalysator-Vorhaben im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) mit bis zu 236.525 Euro. Die Mittel fließen über die AiF Projekt GmbH.
Ziel des Projekts ist die Reduzierung des sogenannten Boil-off-Effekts: Bei der Tiefkühlung von Wasserstoff auf unter minus 253 Grad Celsius wandeln sich Ortho-Wasserstoffmoleküle in den energieärmeren Para-Zustand um. Dieser Umwandlungsprozess setzt Wärme frei und führt dazu, dass bis zu ein Drittel des verflüssigten Wasserstoffs im Tank verdampft. Für den Transport von Flüssigwasserstoff (LH2) im Schwerlastverkehr und auf langen Strecken ist das ein erheblicher Energieverlust.
Der neue Katalysator soll die Ortho-Para-Konversion direkt während des Verflüssigungsprozesses katalysieren und nicht erst im Tank. Damit steigert er die Effizienz von Cryo-Coolern und verringert die Verdampfungsverluste im Behälter.
Katalysatoren senken Energieverluste und stärken den Markthochlauf
C&CS übernimmt im Projekt die Entwicklung, Herstellung sowie die chemische und strukturelle Charakterisierung der Katalysatoren. Die TU Dresden testet die Materialien auf ihre Leistungsfähigkeit unter realen Bedingungen. Als nächsten Schritt planen die Partner, Cryo-Cooler-Pilotanlagen mit der neuen Technologie zu bestücken und sie zur Marktreife zu führen.
„Wirtschaftlichkeit ist der Motor der Energiewende„, erklärte Geschäftsführer Dr. Julius Nickl. „Unsere bifunktionalen Katalysatoren minimieren teure Energieverluste beim Verflüssigen von Wasserstoff. Damit leisten wir einen Beitrag, grünen Wasserstoff flächendeckend und effizient verfügbar zu machen.“










