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ZeMA übernimmt Wasserstoff-Infrastruktur von Bosch

Das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) übernimmt die Wasserstoff-Infrastruktur des Bosch-Werks in Homburg. Grundlage ist das Forschungsprojekt HyCATT mit einem Gesamtvolumen von 22,5 Millionen Euro, davon 13 Millionen Euro aus dem saarländischen Transformationsfonds. Ziel ist die anwendungsnahe Erforschung der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette unter Realbedingungen.

von | 19.03.26

Die offizielle Übergabe-Veranstaltung in Homburg Anfang März
© Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland
ZeMA übernimmt Wasserstoff-Infrastruktur von Bosch

Die Übergabe der Wasserstoff-Infrastruktur des Bosch-Werks an das ZeMA fand offiziell vor Ort in Homburg statt. Das ZeMA will die Anlage künftig für Forschungszwecke nutzen. Dafür entsteht dort ein eigenständiger Forschungsschwerpunkt im Bereich Wasserstofftechnologien. Die übernommene Infrastruktur ermöglicht es den Wissenschaftlern, den vollständigen Wasserstoffpfad zu erproben: von der Erzeugung über Speicherung und Verteilung bis zur Nutzung – alles unter Realbedingungen. 

Die Übernahme der Wasserstoff-Infrastruktur markierte den offiziellen Start des Projekts „HyCATT – Hydrogen Center for Applied Technologies and Transformation“. Das Vorhaben ist auf bis zu zehn Jahre ausgelegt. Das Forschungsprojekt verfügt über ein Gesamtvolumen von 22,5 Millionen Euro, davon stammen 13 Millionen Euro aus dem saarländischen Transformationsfonds. Die verbleibenden 9,5 Millionen Euro will das ZeMA über öffentliche und private Drittmittel einwerben. Wirtschaftsminister Jürgen Barke stellte die Förderung bei der offiziellen Übergabe vor.

Saarland positioniert sich mit Forschungsprojekt als Wasserstoffstandort

HyCATT verfolgt einen anwendungsnahen Ansatz. Das Projekt soll Unternehmen dabei unterstützen, auf wasserstoffbasierte Technologien umzustellen. Die Infrastruktur bildet dafür die technische Grundlage.

Das Saarland will mit der Förderung den Wasserstoff-Hochlauf als Teil seiner Industrietransformation vorantreiben. Die Saarländische Wasserstoffagentur ist in das Vorhaben eingebunden.

Das Saarland verfolgt den Wasserstoffausbau auf Basis einer eigenen Landesstrategie. Im April 2025 veröffentlichte das Land eine fortgeschriebene Fassung für den Zeitraum 2025 bis 2032 unter dem Titel „Den saarländischen Wasserstoffhochlauf gestalten“. Die Strategie gliedert sich in vier Handlungsfelder: Bereitstellung von Wasserstoff, Ausbau der Infrastruktur, industrielle und energetische Nutzung sowie Förderung von Zulieferbetrieben und Dienstleistern. Ein besonderer Fokus liegt auf industriellen Anwendungen – insbesondere der Dekarbonisierung von Stahlproduktion.

 

(Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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