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365 Tage Trump: Rückblick auf US-Wasserstoffpolitik

Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hat in seiner zweiten Amtszeit diverse Änderungen im Wasserstoffbereich getroffen. Leuchtturmprojekte finden sich in den USA dennoch wieder. Die Entwicklungen sind mit Blick auf importierten Wasserstoff auch für Deutschland relevant.

von | 21.01.26

Trump hat Wasserstoff-Förderinstrumente ausgesetzt
© United States Senate - Office of Dan Sullivan
365 Tage Trump Rückblick auf US-Wasserstoffpolitik

Seit dem 20. Januar 2025 ist Donald Trump der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Im Rahmen seiner bisherigen Amtszeit hat Trump unter anderem Förderinstrumente für nachhaltige Energien gestoppt.

Trump setzt zentrale Förderinstrumente aus

US-Präsident Trump hat seit Januar 2025 per Dekret die Finanzierung im Rahmen des Inflation Reduction Act (IRA) sowie des Infrastructure Investment and Jobs Act (IIJA) ausgesetzt. Der 2022 verabschiedete IRA sah umfangreiche Fördermittel für die Wasserstoffwirtschaft vor. Zentrales Element war die Steuergutschrift 45V, die Förderungen von bis zu 3 US-Dollar pro Kilogramm sauberem Wasserstoff ermöglichte.

In Folge der Aussetzung wurden etliche Förderprogramme, Zuschüsse und Steueranreize vorübergehend gestoppt oder verzögert.

Fossile Energiequellen im Fokus 

Anstelle von erneuerbaren Energien setzt der Präsident auf fossile Brennstoffe: Vor allem Kohle, Öl und Erdgas sind bei ihm im Fokus. So hat das US-Energieministerium im September 2025 angekündigt, die Kohleindustrie mit einer Investition von 625 Millionen Dollar zu fördern. Im November 2025 veröffentlichte Trump einen Plan für Offshore-Ölbohrpachtverträge.

Gemäß seinem Slogan „Drill baby, drill“ will Trump die fossilen Energiereserven maximal ausschöpfen – im eigenen Land sowie im Ausland. Dazu plane er unter anderem, Erdöl aus Grönland und Venezuela für den US-Bedarf zu nutzen.

Wasserstoffprojekte in den USA laufen weiter

Ungeachtet der politischen Entscheidungen seitens Trump sollen ab 2026 mehrere Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff in den USA in Betrieb gehen. Geplant sind unter anderem Projekte in Arizona und New York.

In Casa Grande (Arizona) plant der Hersteller von Industriegasen Air Products & Chemicals eine Anlage, die ab 2026 täglich rund 10 Tonnen grünen Wasserstoff für die Wasserstoffmobilität produzieren soll. Der Betrieb soll vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien erfolgen.

Im Bundesstaat New York entwickelt der Brennstoffzellen-Hersteller Plug Power ein 120-MW-Projekt im Genesee County. Laut Unternehmen ist geplant, dass die Anlage ab 2026 täglich 74 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen wird.

Bedeutung für Deutschland und den Importmarkt

Für Deutschland ist laut dem Bundeskabinett der Import von Wasserstoff relevant. So ist in der Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie festgehalten, dass 2030 rund 50 bis 70 Prozent des deutschen Wasserstoffbedarfs durch Importe von Wasserstoff oder seinen Derivaten gedeckt werden müssen.

Doch während Deutschland im Rahmen der Wasserstoffstrategie vorwiegend auf grünen Wasserstoff setzt, unterstützen die USA unter Trump auch die Herstellung und Verwendung von blauem Wasserstoff.

Zudem könnte laut der Wirtschaftsförderungsagentur Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH Trumps Handeln internationale Handelsbeziehungen und Kooperationen erschweren.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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