Die Organisation der Förderung erfolgt über die Europäische Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA). Einreichungen sind bis zum 30. September 2026 möglich. Veröffentlicht werden sollen die Ergebnisse dann Anfang des kommenden Jahres.
Zudem ist für den 18. Mai ein Online-Informationstag vorgesehen, bei dem der Aufruf, der politische Kontext sowie das Antrags- und Bewertungsverfahren vorgestellt werden.
Fokus auf grenzüberschreitender Energieinfrastruktur
Im Mittelpunkt des Aufrufs stehen Projekte mit PCI- sowie PMI-Status. Dabei handelt es sich um grenzüberschreitende Infrastrukturvorhaben, die die Energiesysteme von mindestens zwei EU-Staaten verbinden. PCIs betreffen EU-Mitgliedstaaten, während PMIs Verbindungen zu Nachbarstaaten außerhalb der EU umfassen.
Ein Projekt kann unter anderem dann als PCI oder PMI ausgewiesen werden, wenn es sich Wasserstoff und Elektrolyseuren widmet. So finden sich auch auf der aktualisierten Liste Vorhaben 100 Projekte mit H2– oder Elektrolysebezug. Weitere Energiesysteme sind Offshore-Netze, intelligente Strom- und Gasnetze sowie CO2-Netzwerke.
CEF-Unterstützung für Studien und Bauarbeiten
Projekte, die als PCIs oder PMIs ausgewählt werden, profitieren von unterschiedlichen Vorteilen, die sich aus der Verordnung über die transeuropäischen Energienetze (TEN-E) ergeben. Dazu zählen beispielsweise ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren sowie verbesserte regulatorische Rahmenbedingungen.
Darüber hinaus können Projektinitiatoren von PCIs oder PMIs finanzielle Unterstützung für Vorbereitungsstudien und Bauarbeiten im Rahmen des CEF-Programms beantragen. Das Programm verfügt im Zeitraum 2021 bis 2027 über ein Gesamtbudget von 5,88 Milliarden Euro.
Abschnitte von „H2med“ wurden bereits gefördert
Im Juni 2025 wurden bereits für die Wasserstoffpipeline-Projekte „BarMar“ (Barcelona–Marseille) und „CelZa“ (Celorico–Zamora) Fördervereinbarungen unterzeichnet (H2News berichtete). Beide Leitungen sind Teilabschnitte des H2-Importkorridors „H2med“. Die CEF-Förderung hat laut Unternehmensangaben 50 Prozent der Investitionen in der damaligen Projektphase abgedeckt.










