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EU und Japan vertiefen Wasserstoff-Kooperation

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Autor: Sophia Jenke

Am 3. Juni hat das EU-Japan Hydrogen Business Forum statt. Es wurde gemeinsam von Kadri Simson, der EU-Kommissarin für Energie, und Saito Ken, dem japanischen Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, geleitet
© European Commission
EU und Japan vertiefen Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff: der japanische Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Ken Saito, und die EU-Kommissarin für Energie, Kadri Simson

6. Juni 2024 | Japan und die Europäische Union wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff vertiefen. Dazu haben Vertreter beim Besuch des japanischen Wirtschaftsministers auf dem EU-Japan Hydrogen Business Forum am 3. Juni mehrere Absichtserklärungen unterzeichnet. Gemeinsam will man nun internationale Standards für Wasserstoff-Lieferketten erarbeiten sowie Forschung und Entwicklung von Wasserstofftechnologien finanzieren.

Auf dem Wasserstoff-Wirtschaftsforum in Brüssel am 3. Juni besprachen der japanische Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie Ken Saito und die europäische Energiekommissarin Kadri Simson die weitere Zusammenarbeit in puncto Wasserstoff. Ziel ist laut EU die Vertiefung der Zusammenarbeit bei H2-Technologien im Rahmen eines im Dezember 2022 unterzeichneten Memorandums of Cooperation (MoC) sowie des EU-Japan-Gipfels im Juli 2023. Seit Mai 2021 besteht zudem eine “Grüne Allianz” zwischen Japan und der EU.

Die japanische Regierung hatte im Juni 2023 angekündigt, insgesamt mehr als 100 Milliarden US-Dollar in ihren Wasserstoffsektor investieren zu wollen. Lokalen Berichten zufolge soll die Wasserstoffproduktion von derzeit zwei Millionen Tonnen bis 2040 auf 12 Millionen Tonnen gesteigert werden. Technologisch legt das Land einen Schwerpunkt auf Elektrolyse, Brennstoffspeicherbatterien und groß angelegte Tanker für den Wasserstofftransport.

Einigkeit in sechs Punkten

Saito und Simson erklärten nach dem Treffen eine grundlegende Übereinstimmung in sechs Punkten.

  1. Man teile eine “tiefe Besorgnis” über die wirtschaftliche Abhängigkeit von bestimmten Lieferquellen für strategische Güter. Fortan werde man “systemische Schwachstellen”, die aus solchen Abhängigkeiten resultierten, stärker adressieren. Außerdem gelte es, durch ein koordiniertes Vorgehen gleiche Wettbewerbsbedingungen herzustellen und gegen marktverzerrende Industriesubventionen vorzugehen.
  2. Im Bereich grüner Energien (Solar, Windkraft und Wasserstoff) wollen Japan und die EU künftig stärker zusammenarbeiten. Dazu müssten auch gleiche Standards für Aspekte wie Transparenz, Sicherheit und Nachhaltigkeit etabliert werden.
  3. Beide betonten zudem die Bedeutung transparenter, resilienter und nachhaltiger Lieferketten. Um diese auch im Wasserstoffsegment zu etablieren, werde man eine neue Arbeitsgruppe zur Koordinierung der Japan-EU-Industriepolitik für saubere Energie gründen.
  4. Saito und Simson bekräftigten ihr Interesse an der Einführung von grünem Wasserstoff im Rahmen des Ende 2022 beschlossenen MoC. Sowohl wirtschaftliche Aspekte zur Markteinführung als auch Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung wolle man gemeinsam koordinieren, u.a. durch den Austausch von Führungskräften der Energieindustrie
  5. Mehrere Kooperationsvereinbarungen wurden unterzeichnet, darunter zwischen dem japanischen Wasserstoffverband Japan Hydrogen Association (JH2A) und seinem europäischen Pendant Hydrogen Europe sowie zwischen anderen wichtigen Akteuren.
  6. Abschließend wollen die Politiker einen gemeinsamen Arbeitsplan zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Wasserstoffbereich entwickeln. Dieser werde Details zu Förderprogrammen sowie Informationen zu Nachhaltigkeitsstandards und weiteren Zertifizierungen umfassen.
Weitere Informationen zur Zusammenarbeit von Hydrogen Europe und der Japan Hydrogen Association
(Quelle: Hydrogen Europe/ Europäische Kommission/2024)

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