Der Wasserstoffmechanismus wird unter der EU-Plattform für Energie und Rohstoffe betrieben. Die Plattform ist eine Initiative der Europäischen Kommission.
Der Mechanismus soll europäische Unternehmen in einem transparenten und wettbewerbsorientierten Umfeld zusammenbringen. So ermögliche er zukünftigen Wasserstoffproduzenten, die Nachfrage nach ihren Projekten zu testen und potenzielle Abnehmer zu finden. Außerdem adressiere er zentrale Hürden für die Entwicklung des Wasserstoffmarktes, darunter Unsicherheiten bei Angebot und Nachfrage, fehlende Infrastruktur und Finanzierungsherausforderungen.
Bis zum 20. März konnten die Abnehmer im Rahmen der ersten Runde ihr Interesse an Lieferprojekten bekunden, die Ergebnisse wurden am 31. März veröffentlicht.
Angebot aus 33 Ländern
Auf der Angebotsseite registrierten Teilnehmer in der ersten Runde Liefermöglichkeiten aus 33 Ländern – aus insgesamt 265 verschiedenen Projekten. Gemeinsam boten sie an, ihre Vorräte in 20 Länder der Europäischen Union zu liefern. Unter den Anbietern befanden sich auch 16 EU-Länder.
Die Vorhaben zielen auf erneuerbaren und kohlenstoffarmen Wasserstoff sowie seine Derivate ab. Unter den registrierten Projekten für Derivate entfallen 47 auf Ammoniak, 37 auf Methanol, 18 auf E-Methan und 14 auf nachhaltige Flugkraftstoffe (e-SAF). Insgesamt 54 Prozent der Angebote enthalten eine Preisangabe.
45 Abnahmeprojekte auf Nachfrageseite registriert
Für 87 Prozent der Lieferangebote gingen Interessenbekundungen von mindestens einem potenziellen Abnehmer ein. 50 Prozent der Liefermöglichkeiten erhielten Interesse von mindestens drei potenziellen Abnehmern.
Auf der Nachfrageseite wurden zudem 45 Abnahmeprojekte registriert. Abnehmer forderten Lieferungen in 10 EU-Länder an, darunter Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Spanien und Polen. Weitere Länder waren Belgien, Tschechien, Finnland, Ungarn und Italien.
Kommission will nächste Schritte prüfen
Nach Abschluss der Matching-Phase liege es nun an den Teilnehmern, außerhalb des Wasserstoffmechanismus miteinander in Kontakt zu treten und mögliche Kooperationen zu erkunden.
Die Europäische Kommission überdenke nach eigenen Angaben nun die nächsten Schritte für den Mechanismus, unter anderem zur Unterstützung der Infrastrukturentwicklung.










