Der Wasserstoffkorridor H2med behält den PCI-Status. Die Verbindungsleitungen BarMar (Barcelona–Marseille) und CelZa (Celorico da Beira–Zamora) sowie die angeschlossenen nationalen Kernnetze bilden gemeinsam den H2med-Korridor und erhalten somit weiterhin wesentliche Vorteile. Zum einen profitieren die Projekte von vereinfachten und beschleunigten Genehmigungsverfahren. Zum anderen erhalten sie Anspruch auf Finanzhilfen aus dem EU-Programm „Connecting Europe Facility“ (CEF).
Die Liste der PCI und PMI tritt 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt, am 29. April, in Kraft.
Korridor verbindet Südwesteuropa mit Mitteleuropa
Das Ziel des H2med-Korridors: Die Wasserstoffproduktionskapazitäten in Südwesteuropa mit den industriellen Verbrauchszentren in Mitteleuropa zu verbinden.
Dazu zählen das portugiesische und das spanische Kernnetz, die Speicher North 1 und North 2 sowie die Leitungsprojekte HY-FEN, MosaHyc und RHYn. Neu aufgenommen wurden HySoW (Transport und Speicherung), MidHY sowie H2ercules South-West als Teil des deutschen Kernnetzes.
Hinter dem H2med-Korridor stehen fünf Übertragungsnetzbetreiber: Enagás (Spanien), NaTran (ehemals GRTgaz, Frankreich), OGE (Deutschland), REN–Gasodutos (Portugal) und Teréga (Frankreich). Enagás fungiert in Spanien als vorläufiger Wasserstoff-Übertragungsnetzbetreiber (HTNO) auf Grundlage des Königlichen Gesetzesdekrets 8/2023 und ist für die Entwicklung des spanischen Wasserstoffnetzes sowie zugehöriger Speicheranlagen zuständig.
Grundlage: Delegierter Rechtsakt der EU-Kommission
Grundlage der Veröffentlichung ist der zweite delegierte Rechtsakt zu PCI/PMI, den die Europäische Kommission am 1. Dezember 2025 vorgeschlagen hatte. Das Europäische Parlament und der Rat der EU haben ihre Zustimmung erteilt. Die Liste der PCI/PMI wurde im Rahmen der überarbeiteten TEN-E-Verordnung erstellt, die grenzüberschreitende Energieinfrastruktur fördert, um die Klima- und Energieziele der EU zu erreichen.
Ursula von der Leyen hatte den H2med-Korridor in ihrer Rede zur Lage der Union am 10. September 2025 als eine der Prioritäten der sogenannten „Energieautobahnen“ benannt.
Die PCI-Geschichte von H2med
Der PCI-Status für BarMar und CelZa ist nicht neu. Die Europäische Kommission wählte beide Projekte erstmals am 28. November 2023 für die PCI/PMI-Liste aus. Nach einer viermonatigen Prüfphase veröffentlichte die EU die Liste am 8. April 2024 im Amtsblatt der Europäischen Union.
Im Januar 2025 mobilisierte die Connecting Europe Facility (CEF) 35 Millionen Euro zur Finanzierung der Vorstudien. Die gesicherten CEF-Mittel decken 50 Prozent der Entwicklungskosten ab und sollen Ingenieurstudien, maritime Erkundungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen finanzieren.










