Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Nationaler Wasserstoffrat: Bundesregierung beruft 17 neue Mitglieder

Die Bundesregierung hat den Nationalen Wasserstoffrat neu besetzt. Zum 1. Juli trat die reformierte Satzung in Kraft, die die Gremienstruktur straffen und die wirtschaftliche Expertise stärken soll. Von den 17 Mitgliedern sitzen zehn erstmals im Rat, sieben bleiben dem Rat erhalten. Den Vorsitz übernimmt Stefan Dohler, sein Stellvertreter ist Felix Matthes.

von | 10.07.26

Stefan Dohler, CEO der EWE AG, übernimmt den neuen Vorsitz des Nationalen Wasserstoffrats
© EWE AG
Nationaler Wasserstoffrat: Bundesregierung beruft 17 neue Mitglieder

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats (NWR) vorgelegt. Am 10. Juni hat die Bundesregierung diese Reform dann beschlossen. Kurz darauf berief die Bundesregierung die neuen Mitglieder des Rats. Die bisherigen Mitgliedschaften enden zum 30. Juni. Die neue Satzung und Mitgliederstruktur gilt seit dem 1. Juli.

Dem NWR gehören künftig 17 Mitglieder an. Sie werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, vom Bundesministerium für Verkehr, vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgeschlagen.

Zehn der neuen Mitglieder sitzen erstmals im NWR, sieben gehörten bereits dem bisherigen Rat an. Diese Mischung soll Kontinuität sichern und zugleich neue Impulse setzen. Das zeigt sich auch im neuen Vorsitz.

Dohler löst Vorgänger ab, Matthes bleibt Stellvertreter

Stefan Dohler übernimmt den neuen Vorsitz des NWR. Der CEO gehört dem Vorstand der EWE AG seit Januar 2018 an. Seit Juni 2024 ist er zudem Präsident des BDEW, des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft.

Dohler kommentierte seine Berufung auf LinkedIn. Er bezeichnete den Wasserstoffhochlauf als Gemeinschaftsaufgabe. Sie gelinge nur, wenn Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ihre Erfahrungen zusammenführen. Der Hochlauf müsse dabei schneller und entschlossener werden, so Dohler.

Als stellvertretenden Vorsitzenden beruft die Bundesregierung Felix Matthes vom Öko-Institut. Matthes koordiniert dort die Forschung zu Energie- und Klimapolitik. Er gehörte dem NWR bereits in seiner bisherigen Zusammensetzung als stellvertretender Vorsitzender und zeitweise als Interimsvorsitzender an.

Die Mitglieder im Überblick

Dem neuen NWR gehören folgende Personen an:

  1. Stefan Dohler, EWE – Vorsitzender
  2. Dr. Felix Matthes, Öko-Institut – Stellvertretender Vorsitzender
  3. Dr. Tilman Altenburg, IDOS
  4. Thomas Behrends, Leuna TotalEnergies
  5. Alexander Bercht, IGBCE
  6. Dr. Andreas Gorbach, Daimler Truck
  7. Gunnar Groebler, Salzgitter AG
  8. Dr. Thomas Hüwener, OGE
  9. Prof. Dr. Karsten Lemmer, DLR
  10. Dr. Velibor Marjanovic, KfW IPEX-Bank
  11. Dr. Julia Metz, Agora Industrie
  12. Dr. Andreas Mündel, DHL
  13. Prof. Dr. Karsten Pinkwart, Hochschule Karlsruhe
  14. Dr. Werner Ponikwar, thyssenkrupp nucera
  15. Viviane Raddatz, Klima-Allianz/WWF
  16. Dr. Nicole Schödel, Linde
  17. Dr. Kirsten Westphal, BDEW

Von den bisherigen Mitgliedern bleiben nur sieben im neuen Rat: Tilman Altenburg, Andreas Gorbach, Karsten Lemmer, Felix Matthes, Karsten Pinkwart, Nicole Schödel und Kirsten Westphal.

Nicht mehr vertreten sind unter anderem Stefanie Peters (Neuman & Esser) und Prof. Michael Sterner (OTH Regensburg). Auch Katherina Reiche scheidet aus dem Gremium aus. Sie gehörte dem Rat als Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG an, bevor sie als Bundeswirtschaftsministerin die Reform selbst vorlegte.

Reform stärkt wirtschaftliche Expertise

Die Reform soll die Gremienstruktur des NWR verschlanken und gleichzeitig die wirtschaftliche Expertise im Rat stärken. Weiterhin vertreten bleiben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die Reform verfolgt das Ziel, plurale Expertise wirksam und effizient einzubinden. Die Bundesregierung sieht darin einen entscheidenden Erfolgsfaktor für den Wasserstoffhochlauf.

 

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

HYDROGENGALAXY soll Wasserstoffwissen interaktiv vermitteln
HYDROGENGALAXY soll Wasserstoffwissen interaktiv vermitteln

Mit einer neuen Lernplattform will das Technologieunternehmen Move Technology GmbH die Aus- und Weiterbildung im Wasserstoffbereich digitaler und interaktiver gestalten. Die HYDROGENGALAXY setzt dabei auf Elemente wie Missionen, Storytelling und Fortschrittsanzeigen. Auf der Gamescom 2026 will das Unternehmen in den Austausch mit der Gaming-Branche treten, ab Oktober soll dann die Pilotphase starten.

mehr lesen
Thyssenkrupp Nucera steigert Auftragseingang und gibt SOEC-Serienfertigung auf
Thyssenkrupp Nucera steigert Auftragseingang und gibt SOEC-Serienfertigung auf

Die Thyssenkrupp Nucera AG & Co. KGaA hat den Auftragseingang in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/2026 von 241 Millionen auf 471 Millionen Euro beinahe verdoppelt. Eine zentrale Rolle dafür spielt laut dem Anlagenbauunternehmen das Segment Grüner Wasserstoff (gH2). Gleichzeitig gibt Thyssenkrupp Nucera den geplanten Aufbau einer eigenen Serienproduktion für die Hochtemperatur-Elektrolyse (HTE) auf.

mehr lesen
Übernahme bündelt Messtechnik für Gas- und Wasserstoffnetze
Übernahme bündelt Messtechnik für Gas- und Wasserstoffnetze

Die Vorwerk Gas Technology GmbH hat zu August den Geschäftsbetrieb der Meter-Q Solutions GmbH aus dem hessischen Friedberg übernommen. Mit dem Zukauf hat das Unternehmen sein Angebot an Mess- und Analysetechnik für Erdgas, Wasserstoff und Biogas erweitert. Der Kaufvertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gläubigerversammlung von Meter-Q.

mehr lesen

H2 Talk

„Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind keine Gegensätze“
„Das Engagement hat riesige Fortschritte für die Elektrolysetechnologie gebracht“
„Unsere neue H₂-Trainingsstrecke nimmt eine europäische Vorreiterrolle ein”

Publikationen