Das Gremium war im Juni 2020 gegründet worden. Seitdem begleitet es als unabhängiges, überparteiliches Beratungskomitee den Staatssekretärsausschuss für Wasserstoff bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der „Nationalen Wasserstoffstrategie“. Dem Rat gehören derzeit 22 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an.
Mandat soll auf Wasserstoffderivate erweitert werden
Nun soll der NWR organisatorisch und strategisch an die veränderten Anforderungen beim Hochlauf des Wasserstoffmarkts angepasst werden: Die wirtschaftliche Expertise soll gestärkt, das Mandat auf Wasserstoffderivate und weitere Moleküle erweitert und die Gremienstruktur insgesamt verschlankt werden.
Die Reform dazu hatte die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche vorgelegt. Reiche erklärte, nach dem Aufbau technischer und regulatorischer Grundlagen rückten nun die wirtschaftlichen Aspekte stärker in den Vordergrund. Der Rat solle die Entwicklungen im Markt eng begleiten und praxisnahe Impulse liefern.
Mehrere Ministerien an Beschluss der Reform beteiligt
Die neue Satzung des NWR wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, dem Bundesministerium für Verkehr, dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beschlossen.
Bisherige Mitgliedschaften enden zum 30. Juni
Die bisherigen Mitgliedschaften im NWR laufen zum 30. Juni aus. Die letzte Sitzung in aktueller Zusammensetzung finde am 18. Juni statt. Die neue Satzung tritt am 1. Juli in Kraft und ermöglicht dann die Berufung neuer Mitglieder, die laut Ministeriumsangaben zügig erfolgen soll.
Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär erklärte: „Ich bin überzeugt, dass die neue Satzung und eine gute Mischung aus wiederberufenen und neuen Mitgliedern den Rat noch weiter stärken werden.“







