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Nationaler Wasserstoffrat entwirft Aktionsplan mit Benelux-Partnern

Die nationalen Wasserstoffräte Deutschlands, Belgiens und der Niederlande haben einen gemeinsamen Aktionsplan vorgelegt. Das Ziel: Kosten senken, Hürden abbauen und den H2-Markthochlauf beschleunigen.

von | 20.11.24

Katherina Reiche, Vorsitzende des NWR seit seiner Gründung im Juli 2020
© Eon
Aktionsplan

Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) verstärkt die internationale Zusammenarbeit beim Aufbau der europäischen Wasserstoffwirtschaft. Gemeinsam mit dem Belgian Hydrogen Council und NLHydrogen hat das Beratungsgremium der Bundesregierung einen 5-Punkte-Aktionsplan zur Förderung der Marktentwicklung für erneuerbaren und kohlenstoffarmen Wasserstoff vorgelegt. Die Initiative soll den Wasserstoffhochlauf in Europa deutlich beschleunigen.

Die Bedeutung der trilateralen Zusammenarbeit unterstreichen harte Zahlen: Deutschland, Belgien und die Niederlande repräsentieren zusammen 30 Prozent der industriellen Produktion und 40 Prozent des aktuellen Wasserstoffverbrauchs in Europa. Ihre geografische Lage an der Nordsee und die bereits weit fortgeschrittenen Planungen für einen gemeinsamen Wasserstoff-Backbone machen die drei Länder zu Schlüsselakteuren beim europäischen H2-Markthochlauf.

Aktionsplan reagiert auf wachsenden Handlungsdruck

Der Aktionsplan kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Hohe Produktionskosten, regulatorische Hürden und Verzögerungen beim Infrastrukturausbau gefährden derzeit den zügigen Aufbau einer H2-Wirtschaft in Europa. Gleichzeitig wächst der Handlungsdruck: Erneuerbarer und klimaneutraler Wasserstoff gilt als entscheidender Baustein für das Erreichen der europäischen Klimaziele.

Um diese Herausforderungen zu meistern, konzentriert sich der Aktionsplan auf fünf zentrale Handlungsfelder:

  1. Die Vereinfachung der regulatorischen Rahmenbedingungen soll den grenzüberschreitenden Wasserstoffhandel erleichtern
  2. Gezielte Investitionen sollen die Vorreiterrolle bei Wasserstofftechnologien sichern
  3. Neue Förderinstrumente zielen darauf ab, die Kostenlücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen
  4. Der Ausbau der Infrastruktur, einschließlich Importterminals und Pipelines, soll beschleunigt werden
  5. Grenzüberschreitender Wissenstransfer und Fachkräfteausbildung werden intensiviert

Klares Signal für den Hochlauf

Die Initiative unterstreicht die wachsende Bedeutung internationaler Kooperationen. Während der Aufbau nationaler Wasserstoffwirtschaften voranschreitet, werden länderübergreifende Strategien immer wichtiger. Der neue Aktionsplan könnte dabei als Blaupause für weitere europäische Partnerschaften dienen.

Die vollständige Stellungnahme „5-point action plan to support hydrogen developments in Belgium, Germany and the Netherlands“ vom 18. November 2024 steht hier zum englischsprachigen Download bereit.

Der NWR berät die Bunderegierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Nationalen Wasserstoffstrategie. Das unabhängige Gremium setzt sich aus 25 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Einer von ihnen ist Prof. Dr. Michael Sterner, der als Erfinder des Power-to-X-Konzeptes gilt. Eine umfassende Sammlung von Interviews mit ihm bietet Ihnen unser exklusiver Web-Cast H2 on air.

 

(Quelle: Nationaler Wasserstoffrat/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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