Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Personelle Veränderungen beim DWV

Personelle Veränderungen prägen aktuell die Führungsebene des Deutschen Wasserstoff-Verbands (DWV). Dieser will sich mit einer neuen Führungsspitze neu aufstellen. Dr. Bernd Pitschak hat den Vorstandsvorsitz übernommen. Friederike Lassen, die erst im November ihre Position antrat, vervollständigt das Vorstandsgremium. Zudem haben die Mitglieder des DWV ein neues Präsidium samt neuer Leitung gewählt: Die neue Präsidentin ist Silke Frank.

von | 04.03.25

v.l.n.r.: Der DWV-Vorstand: Friederike Lassen und Dr. Bernd Pitschak mit der Präsidentin Silke Frank
© DWV
Personelle Veränderungen beim DWV

Der DWV hat Dr. Bernd Pitschak zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Das Präsidium entschied sich für den langjährigen Wasserstoff-Manager, der bereits verschiedene Top-Positionen in der Branche innehatte. Damit ist die Doppelspitze nun vollständig. Im November trat Friederike Lassen die zweite Führungsposition an.

Zuvor war Werner Diwald Vorstandsvorsitzender des Verbands. Nach zehn Jahren beendete er zum 31.12.2024 seine Tätigkeit im Verband. Die Umstrukturierung der Geschäftsführung fällt in eine kritische Zeit für die Wasserstoffbranche. Nach der Bundestagswahl fordert der Verband schnelle politische Entscheidungen. Diese sollen den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen, den der DWV als essenziell für den Wirtschaftsstandort Deutschland betrachtet.

In seiner ersten Stellungnahme betonte Dr. Pitschak die Schlüsselrolle des Wasserstoffs bei der Dekarbonisierung. „Gemeinsam mit dem Team des DWV werde ich jeden Tag in Berlin daran arbeiten, dass Wasserstoff Realität wird”, erklärte der neue Vorstandsvorsitzende. Er fordert von der neuen Bundesregierung zügige Maßnahmen für verbesserte Rahmenbedingungen, damit deutsche Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfolgreich agieren können.


Kurzbiografie Dr. Bernd Pitschak

Dr. Pitschak verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Energiesektor. Nach seiner Promotion übernahm er Führungspositionen bei international agierenden Energieunternehmen. Zuletzt verantwortete Pitschak den Aufbau von Wasserstoffaktivitäten bei einem US-amerikanischen Dieselmotoren-Hersteller und beriet Regierungen zu Wasserstoffstrategien.


Neu gewähltes Präsidium unterstützt Verbandsarbeit

Parallel zur Vorstandsbesetzung haben die DWV-Mitglieder ein neues Präsidium gewählt. Dieses Gremium soll den Verband gemeinsam mit dem Vorstand in den kommenden Jahren führen. Das nun gewählte Präsidium setzt sich wie folgt zusammen: Silke Frank ist die neue Präsidentin und wird von den drei Vizepräsidenten Dirk Graszt, Dr. Martin Altrock und Jasmin Kaboni-Voit unterstützt. Oliver Weinmann, der seit 2020 Präsident des DWV war, ist aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten.

Die frisch gewählte Präsidentin Frank mahnte verstärkte politische Anstrengungen an. Sie bewertet die bisherigen Maßnahmen als unzureichend und fordert die neue Bundesregierung auf, Investitionssicherheit zu schaffen und regulatorische Hürden abzubauen. „Als Bundesverband stehen wir bereit, unsere Expertise einzubringen und als verlässlicher Ansprechpartner der Politik zu agieren”, versicherte Frank.


Kurzbiografie Silke Frank

Frank bringt umfassende Erfahrung aus der Wasserstoffbranche mit. Als langjährige Fachexpertin für erneuerbare Energien leitete sie mehrere internationale Konferenzen und Netzwerkinitiativen im Bereich Wasserstofftechnologien. Außerdem berät sie Unternehmen und unterstützt diese bei der Entwicklung und dem Marketing von Wasserstofftechnologien.


Das neue Präsidium (© DWV)

Das neue Präsidium (© DWV)

Zum neuen Präsidium gehören außerdem: Ulrich Benterbusch, Georg Friedrichs, Dr. Jürgen Guldner, Alexander Habeder, Alexander Peters, Karsten Pinkwart, Alexander Redenius, André Steinau und Thomas Zorn.

 

(Quelle: DWV/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„Wir erwarten eine Verlagerung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“
„Wir erwarten eine Verlagerung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“

Wie lässt sich Wasserstoff effizient, sicher und skalierbar nutzbar machen? Pressure Control Solutions B.V. (PCS) setzt genau hier an – mit hochpräzisen Druckregelungstechnologien für anspruchsvolle Anwendungen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Im Interview spricht der Sales Manager Germany Matthias Bogar über die Bewältigung technischer Herausforderungen, den Schutz von Membranen sowie die wachsende Bedeutung von modularen Systemen.

mehr lesen
IF25-Auktion: Bund fördert Wasserstoffprojekte in Dänemark
IF25-Auktion: Bund fördert Wasserstoffprojekte in Dänemark

Die deutsche Bundesregierung fördert im Rahmen der IF25-Auktion der Europäischen Wasserstoffbank (EHB) drei Wasserstoffprojekte in Dänemark. Die Vorhaben sollen insgesamt 78.000 Tonnen erneuerbaren H2 pro Jahr bereitstellen. Eine Lieferung nach Deutschland ist ab 2031 vorgesehen.

mehr lesen
Forscher stoßen auf großen natürlichen Wasserstoffvorrat in Kanada
Forscher stoßen auf großen natürlichen Wasserstoffvorrat in Kanada

Unter der Kidd Creek Mine im kanadischen Bundesstaat Ontario entweicht aus tiefen Gesteinsschichten sogenannter „weißer“ Wasserstoff. Dabei handelt es sich nicht um industriell erzeugtes Gas, sondern um natürlich im Untergrund entstandenen Wasserstoff, der über geologische Prozesse im uralten Gestein gebildet wird. Eine neue Untersuchung kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Mine jährlich mehr als 140 Tonnen dieses Gases freisetzt.

mehr lesen

H2 Talk

„Wir erwarten eine Verlagerung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“
Dirk Flandrich, Gascade: „Wasserstoff braucht verlässliche Rahmenbedingungen und mutige Erstnutzer“ Wasserstoff-Kernnetz
„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“ Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)

Publikationen