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Regierung genehmigt Wasserstoff-Pipeline HyPipe one

Die Regierung von Oberbayern hat den Bau der 15 Kilometer langen Wasserstoff-Pipeline HyPipe one genehmigt. Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger erteilte dem Fernleitungsnetzbetreiber Bayernets die Plangenehmigung H₂-Pipeline. Das Projekt markiere den Start des nationalen Wasserstoffkernnetzes in Bayern und soll bestehende Gasinfrastruktur für den Transport von grünem Wasserstoff nutzen.

von | 26.09.25

Die Wasserstoff-Pipeline HyPipe one ist 15 Kilometer lang und Teil des 300 Kilometer langen Wasserstoffnetzes HyPipe Bavaria.
© Freepik / aleksandarlittlewolf
Wasserstoff-Kernnetz: Bau von vier Leitungen im Regierungsbezirk Münster gestartet

Am 10. September gab Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger bekannt, dass die Regierung von Oberbayern die Plangenehmigung für die HyPipe one erteilt. Die Genehmigung ermöglicht den Start der Umrüstung bestehender Gasleitungen für den Wasserstofftransport noch in diesem Jahr. Das Projekt nutzt größtenteils vorhandene Leitungsinfrastruktur und reduziert dadurch Bauzeit und Kosten.

HyPipe one ist Teil des nationalen Wasserstoffkernnetzes und soll das bayerische Chemiedreieck um Burghausen mit Wasserstoff versorgen. Die chemische Industrie benötigt große Mengen des Energieträgers für ihre Produktionsprozesse.

Das Projekt soll Planungssicherheit für Unternehmen in der Region Burghausen und Ingolstadt schaffen. Außerdem soll die Pipeline den Anschluss an internationale Wasserstoff-Importkorridore über den Grenzübergangspunkt zu Österreich ermöglichen.

Startschuss für 300-Kilometer-Wasserstoffnetz

Dr. Matthias Jenn, Geschäftsführer der Bayernets GmbH, bezeichnet die Genehmigung als wichtigen Meilenstein. Das Unternehmen plant gemeinsam mit Partnern den schrittweisen Aufbau eines 300 Kilometer langen Wasserstoffnetzes in Bayern. Die Inbetriebnahme des gesamten H₂-Netzes ist für die frühen 2030er Jahre geplant.

HyPipe one bildet die erste Ausbaustufe des Projekts HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub. Die Europäische Union hat HyPipe Bavaria als PCI-Projekt (project of common interest) eingestuft. Diese Klassifizierung unterstreicht die übergreifende Bedeutung für die europäische Wasserstoffwirtschaft.

Außerdem liegt die 15 Kilometer lange Leitung liegt nahe der österreichischen Grenze und ermöglicht damit eine Anbindung an die Wasserstoff-Importkorridore. Das Projekt vernetzt sich darüber hinaus mit internationalen H₂-Initiativen wie dem SoutH2 Corridor und H2EU+Store.

Die nun erteilte Genehmigung markiere den praktischen Beginn der Umsetzung des nationalen Wasserstoffkernnetzes in Deutschland, heißt es in der veröffentlichten Pressemeldung. Bayern will sich damit als Vorreiter beim Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur positionieren.

HyPipe one

© bayernets

 

(Quelle: Bayerische Staatsregierung/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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