Bereits im Juni 2025 hatte der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. im Rahmen eines Verbändeappells eine solche Allianz gefordert und sich mit diesem Anliegen an die Bundesregierung gewandt. Nun wird der Appell erneuert. Dieses Mal sind statt vierzehn nun sechzehn europäische Verbände daran beteiligt:
- BDEW
- DVGW Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
- Deutscher Wasserstoff-Verband (DWV) e.V.
- Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. (en2x)
- Der europäische Verein Eurogas
- Figawa e.V.
- Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V.
- Gas- und Wasserstoffwirtschaft e.V.
- Der europäische Verband Hydrogen Europe
- Initiative Energien Speichern e.V.
- Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI)
- Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
- VDMA e.V. Power-to-X for Applications
- VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V.
- Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)
- Wirtschaftsvereinigung Stahl
Wasserstoff stärkt Resilienz und Versorgungssicherheit
Die Verbände betonen, Wasserstoff und seine Derivate seien nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein zentraler Baustein für mehr europäische Resilienz und Souveränität. Ein erfolgreicher Hochlauf von erneuerbarem und kohlenstoffarmem Wasserstoff reduziere fossile Importabhängigkeiten, stärke die Versorgungssicherheit und schaffe industrielle Wertschöpfung.
Regulatorische Vorgaben bremsen Investitionen
Trotz Fortschritten im vergangenen Jahr sei der Wasserstoffhochlauf laut den Verbänden noch hinter den Erwartungen zurück. Verschiedene Vorgaben verursachten zudem Zusatzkosten beim Wasserstoff, die Investitionen erschwerten und den Aufbau eines liquiden Wasserstoffmarkts bremsten. Konkret nennen die Verbände Instrumente zur Risikoabsicherung sowie die Überarbeitung der Strombezugskriterien im delegierten Rechtsakt der EU-Kommission zu erneuerbaren Kraftstoffen nicht-biologischen Ursprungs (RFNBO). Für Lösungen in diesen Fragen brauche es die Kooperation über Mitgliedstaaten hinweg.
Deutschland als Brückenbauer in Europa
Die Verbände sehen Deutschland als möglichen Brückenbauer in der europäischen Wasserstoffwirtschaft: zu den Benelux-Staaten und ihren Häfen, zu Frankreich, Spanien und Portugal über das H2med-Projekt, zu Italien und Österreich entlang des SouthH2 Corridor sowie zu den nordischen Staaten als Produktionsstandorte.
Wie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung (CDU/CSU und SPD) vereinbart, solle Deutschland daher eine führende Rolle in einer europäischen Wasserstoffinitiative im Sinne der Wasserstoffallianz übernehmen.







