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Wasserstoffhochlauf: Verbände fordern Förderinstrument

Am 29. April hat ein Verbändebündnis aus Mittelstand, Industrie, Energiebranche und Gemeinden ein Appell an Bundesregierung und Regierungsfraktionen veröffentlicht. Darin fordern die Verbände, im Bundeshaushalt 2027 Mittel für ein temporäres Förderinstrument für den Wasserstoffhochlauf bereitzustellen. Die Veröffentlichung fand begleitend zu den „Eckwerten des Regierungsentwurfs zum Bundeshaushalt 2027 und des Finanzplans des Bundes 2026 bis 2030“ statt.

von | 04.05.26

Das Bündnis fordert ein temporäres Förderinstrument für den H2-Hochlauf
© Adobe Stock / magele-picture
Wasserstoffhochlauf Verbände fordern Förderinstrument

Initiiert wurde der Verbändeappell vom BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., dem Bund der Wasserstoffregionen und dem VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V.

Mitzeichner sind der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) e.V., die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V., die Gas- und Wasserstoffwirtschaft e.V., der Industriegaseverband e.V. (IGV) sowie der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI).

Kostenfaktoren und Unsicherheiten bremsen Wasserstoffhochlauf

Die Verbände fordern, die rechtlichen und regulatorischen Kostenfaktoren sowie daraus resultierende Unsicherheiten zu reduzieren. Hierzu würden zum Beispiel die Strombezugskriterien auf EU-Ebene und Unsicherheiten zu den Netzentgelten zählen. Dies soll den Wasserstoffhochlauf in Deutschland und Europa beschleunigen.

Eine wesentliche Hürde sei zudem die Lücke zwischen der Zahlungsbereitschaft der Abnehmer und den Wasserstoffbereitstellungskosten. Solange diese Lücke nicht geschlossen wird, blieben finale Investitionsentscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus.

Temporäres Instrument soll Kostenlücke reduzieren

Vor diesem Hintergrund schlagen die Verbände für die Hochlaufphase die Einführung eines temporären Instruments zur Reduktion der Kostenlücke und zur Absicherung der Nachfrageentwicklung vor. Es soll staatliche Contracts for Difference (CfD) mit Garantieinstrumenten kombinieren, so dass Erzeugung und Nachfrage gebündelt behandelt werden.

Mithilfe eines CfD soll eine Mindestvergütung garantiert werden. Garantieinstrumente sollen zudem dazu beitragen, Risiken von Projekten abzusichern. Darunter fallen beispielsweise staatliche Bürgschaften und Versicherungen. Diese sehen unter anderem die Absicherung von Transportinfrastruktur- und First-Mover-Risiken vor.

Vorgeschlagen wird ein wettbewerbliches Vergabeverfahren zur Zuteilung der CfD-Verträge, in dem potenzielle Fördernehmer Gebote abgeben. Das schaffe finanzielle Planbarkeit für die wirtschaftlichen Akteure entlang der Lieferkette und den Staat.

Fördermittel im Bundeshaushalt 2027 gefordert

Mit ihrem Appell richten sich die unterzeichnenden Verbände an die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen. Sie fordern, dass die Politik entsprechende Haushaltstitel langfristig vorsieht sowie ausreichend Fördermittel im Bundeshaushalt 2027 einplant.

 

(Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V./2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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